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US-WAHLKAMPF

Wirbel um Bachmann

August 31, 2011
Die republikanische Präsidentschaftskandidatin Michelle Bachmann hat am Dienstag in New York orthodoxe Rabbiner und Gemeindemitglieder getroffen.

Die jüdischen Orthodoxen stellen in der Stadt und in Teilen des Gliedstaates New York eine wichtige Wählergruppe dar, die im Gegensatz zu der meist demokratisch stimmenden Mehrheit der amerikanischen Juden eher republikanische Kandidaten unterstützt. Das Werben um die Orthodoxen gehört daher zu den Ritualen der konservativen Politik in New York. Der Tea Party-Favoritin Bachmann kommt darüber hinaus zugute, dass sie fälschlicherweise häufig für jüdisch gehalten wird. Dies hat dem Vernehmen nach das Interesse unter Orthodoxen an ihr erhöht.



Das Treffen am Dienstag fand unter Ausschluss der Medien statt. Bachmann erklärte danach nur, sie treffe sich ständig mit Bürgern jeder Herkunft. Teilnehmer an dem Meeting berichteten, die republikanische Kongress-Abgeordnete aus Minnesota habe über ihren Kibbutz-Aufenthalt in den 1970er Jahren gesprochen und ihre Ablehnung der Schwulenehe ebenso unterstrichen, wie ihre unerschütterliche Unterstützung für Israel. Anscheinend fand Bachmann damit ein durchweg positives Echo. Ein Teilnehmer sagte, die Politikerin wirke persönlich deutlich weniger schrill und viel vernünftiger, als bei ihren TV-Auftritten. Die 56-Jährige hatte Anfang Wochen Schlagzeilen gemacht, als sie das jüngste Erdbeben und danach den Hurrikan «Irene» an der amerikanischen Ostküste als «Signal Gottes» an die US-Regierung bezeichnet hat, den Haushalt zu kürzen.  [AM]



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