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HAMAS-ZELLEN AUFGEDECKT

Profiarbeit des Inlandgeheimdienstes

September 8, 2011
Islamische Fundamentalisten bemühen sich um Selbstmordattentate in der Westbank und in Jerusalem.

 

Die Hintergründe für die höchste Alarmbereitschaft, die vor rund zwei Wochen zu einem Chaos in der Jerusalemer Innenstadt geführt hat, sind geklärt. Der israelische Inlandgeheimdienst Shabak gab die Verhaftung von 13 Terrorzellen der fundamentalistischen Hamas im Laufe der letzten vier Monate bekannt. Die meisten der Inhaftierten stammten aus der Region von Hebron. Die Alarmbereitschaft in Jerusalem musste verhängt werden, nachdem sich erwiesen hatte, dass es dem potentiellen Selbstmörder Said Kawasme, 20, gelungen war, die Strassensperren zu umgehen. Die sechs Kilo schwere Bombe für sein verbrecherisches Vorhaben hatte er ebenfalls schon in Empfang nehmen können. Kawasmes Plan, sich selber und den mit zahlreichen Stahlkugeln gefüllten Sprengsatz an einer stark frequentierten Busstation im Nord-Jerusalemer Viertel Pisgat Zeev zu explodieren. Im letzten Moment konnte der Shabak das Ansinnen vereiteln und Kawasme verhaften. Vor wenigen Monaten schon war es Angehörigen der Hamas-Zellen geglückt, an einer anderen Busstation in Jerusalem eine Bombe zu zünden, was einer britischen Touristin das Leben gekostet hatte. Die nun aufgedeckten Terrorzellen beweisen, dass die Hamas nichts unversucht lässt, Attentate innerhalb der «grünen Linie» zu verüben. Dabei fallen ihre Zellen durch eine professionelle Organisation auf. Die finanziellen Mittel haben die Terroristen von Gesinnungsgenossen aus Staaten wie Syrien, Saudi-Arabien und der Türkei (sic!) erhalten. Dass den 13 Zellen das Handwerk gelegt werden konnte, ist vor allem auf die professionelle Arbeitsweise des Shabak und auf ein gut funktionierendes, hochqualitatives Informationsnetz zurückzuführen. – Nach Angaben von israelischen Geheimdienstoffizieren hat Hamas in der Türkei einen Kommandoposten errichtet, der sich der Rekrutierung neuer Mitglieder und der Überwachung verschiedener Aktivitäten der Organisation im Nahen Osten widmet. In China sind Hamas-Leute gemäss Informationen des Shabak mit Geldwäscherei und dem Kauf von Ausrüstung beschäftigt. [JU]

 





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