Wichtiger Erfolg für Israel
In den Bemühungen, eine Mehrheit im Uno-Sicherheitsrat für die palästinensische Vorlage der einseitigen Anerkennung ihres Staates zu verhindern, ohne auf das Veto der USA angewiesen zu sein, konnte Israel in der Nacht zum Mittwoch einen wichtigen Erfolg verzeichnen. Verteidigungsminister Ehud Barak gelang es nämlich, den nigerianischen Staatspräsidenten Goodluck Jonathan zu veranlassen, sich für eine Stimmenthaltung zu verpflichten. Um eine Resolution im Sicherheitsrat zu verabschieden, braucht es neun positive der total 16 Stimmen, und keiner der permanenten Ratsmitglieder darf ein Veto einlegen. Dieses haben die Amerikaner für den Notfall aber schon zugesagt. Das Ringen um «unsichere» Staaten dürfte bis zur letzten Minute vor der von den Palästinensern für den Freitag geforderten Abstimmung andauern. Sollte es Israel und den USA gelingen, den noch zögernden westafrikanischen Staat Gabon von einer Unterstützung der palästinensischen Initiative abzuhalten, wäre diese im Sicherheitsrat auch ohne amerikanisches Veto gescheitert. Vor allem europäische Staaten bedrängen Palästinenerpräsident Mahmoud Abbas, auf den Gang in den Sicherheitsrat zu verzichten und sich mit dem ihm gewissen, aber nur symbolischen Charakter aufweisenden Abstimmungssieg vor der Uno-Vollversammlung zu begnügen. – Neben dem palästinensischen Thema diskutierten Barak und Jonathan auch die «Herausforderungen des internationalen Terrorismus» und Möglichkeiten zur Kooperation bei dessen Bekämpfung. Nigeria, das zu den engsten Freunden Israels auf dem schwarzen Kontinent gehört, leidet seit einigen Jahren unter dem radikal-islamischen Terrorismus. [JU]