Was hat den Brand ausgelöst?
Alles steht in Flammen, und anstatt sich geeint dieser Gefahr entgegenzustemmen, diskutieren die Bürger Israels darüber, wer nun wohl den Brand gelegt haben mag. Wie es die Tradition will, suchen die Juden dabei jüdische Schuldige.
Umfassende Kampagne
Der Generalstabchef und der Polizeichef haben bereits festgehalten, dass wir vor einer «umfassenden Kampagne» der Palästinensischen Behörde stehen. Auf klare Anweisungen Arafats hin versuchen die Palästinenser, mehr zu erreichen als Israels Regierung zu geben bereit ist. Dabei bleibt Arafat sich treu und greift zur Gewalt. Ihm zur Seite stehen als Agitatoren die arabischen Knessetabgeordneten, Mitglieder in anti-israelischen und anti-zionistischen Parteien. Sie arbeiten zusammen, in Kalkylia neben Kfar Saba, aber auch in Jerusalem, in Netzarim, Nazareth und im Wadi Ara. Sie blockieren die Haupt-Verkehrsadern in unserem Lande und an den Kreuzungen greifen sie unsere Sicherheitskräfte an (…). In einem Brief schrieb ich der US- Aussenministerin, ihr Sprecher irre sich, kenne nicht die ganze Wahrheit und stütze sich auf die von den Ministern Dalia Itzik, Yossi Beilin und Shlomo Ben-Ami sowie vom Abgeordneten Yossi Sarid gefütterte palästinensische Propaganda ab. Auch wenn alles brennt, zögern sie nicht, sich erneut der wilden palästinensischen Hetze hinzuzugesellen. Nicht der Besuch auf dem Tempelberg hat das Feuer entzündet. Das hat Arafat schon vor zehn Tagen getan. Es begann bei Netzarim und hat sich ausgebreitet. Abgesehen davon habe ich als israelischer Bürger das Recht, jeden Ort zu besuchen. Ich benötige dazu ebenso wenig eine Erlaubnis wie Achmed Tibi oder jeder andere Abgeordnete eine Bewilligung benötigen, um zur Westmauer oder nach Yad Vashem zu gehen (!).
Der Friede ist erreichbar
Der Premierminister hat schon deutlich gemacht, dass jede Person das Recht hat, jeden sich unter israelischer Souveränität befindlichen Ort aufzusuchen. Ganz Jerusalem ist souveränes israelisches Gebiet, und der Tempelberg ist der heiligste Ort für alle Juden der Welt. Ich bedaure die Opfer auf beiden Seiten, doch dürfen wir nicht vergessen, dass der Ausgang des Kampfes bestimmt, in welchem Masse Israel imstande sein wird, seinen jüdisch-demokratischen Charakter zu bewahren! Trotz der Gewalt glaube ich noch immer, dass der Friede erreichbar ist, und dass wir in Koexistenz mit unseren arabischen Nachbarn leben können. Einen dauerhaften Frieden wird es aber erst geben, wenn die Palästinenser Gewalt und Terrorismus aufgeben und die historisch-legitimen Rechte der Juden in ihrem Lande anerkennen, in ihrer unteilbaren Haupstadt und auf dem Tempelberg, dem existenziellen Ursprung des jüdischen Volkes. Der Friede ist machbar, aber nicht zum Preis eines kollektiven Selbstmordes.