Warnung vor «Raketenschauer» auf Israel
Der wegen der brutalen Unterdrückung der Proteste in seinem Land international zusehends in die Isolierung gedrängte syrische Präsident Bashar Assad geht in die Offensive. Gemäss einem Bericht der halbstaatlichen iranischen Nachrichtenagentur «Fars» zumindest erklärte Assad gegenüber dem türkischen Aussenminister Ahmet Davutoglu, Syrien würde Israel angreifen und den Nahen Osten «in Brand stecken», wenn fremde Kräfte sein Land attackieren. Sollten «verrückte Aktionen» gegen Damaskus ergriffen werden, würde Syrien, so Assad, nicht mehr als sechs Stunden benötigen, um hunderte von Raketen auf die Golanhöhen zu transportieren und gegen Tel Aviv abzufeuern. Laut «Fars» soll der syrische Präsident seinem türkischen Gesprächspartner gegenüber auch angedeutet haben, dass er im geschilderten Fall der Hizbollah-Miliz in Südlibanon grünes Licht für Raketenangriffe gegen Israel erteilen werde. Wörtlich soll der syrische Präsident gesagt haben: «All diese Ereignisse werden sich innert dreier Stunden zutragen. In den zweiten drei Stunden wird Iran US-Kriegsschiffe im Persischen Golf sowie parallel dazu amerikanische und europäische Objekte angreifen.» - Die bis dahin ausgesprochen freundschaftlichen Beziehungen zwischen Damaskus und Ankara haben sich im Verlauf der Unruhen in Syrien zusehends verschlechtert. Rund 7000 syrische Flüchtlinge haben bisher in Auffanglagern auf der türkischen Seite der Grenze Zuflucht gefunden. Ankara schliesst Sanktionen gegen Damaskus nicht aus. [JU]