Vortrag mit persönlicher Note
In der Einleitung wies Roman Geeser, Präsident der Sektion Basel der Gesellschaft Schweiz-Israel, auf die zahlreichen Engagements von Nationalrat Peter Malama (FDP) hin. Malama ist unter anderem Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission, Gewerbedirektor der Stadt Basel und bis vor Kurzem war er auch Oberst im Generalstab der Schweizer Armee. Zudem sei er, so Geeser, mütterlicherseits jüdisch. Laut der Ankündigung der Israelitischen Gemeinde Basel (IGB) wollte Malama an diesem Abend seine «persönliche Sicht» zum Verhältnis von Israel und der Schweiz kundtun. Nach einem beherzten «schalom alejechem» ging Peter Malama in seinem Referat direkt in medias res. Man müsse alles dafür tun, dass die guten Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel nicht durch das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit Micheline Calmy-Rey und den von ihr eingesetzten Diplomaten untergraben würden. Ein Dorn im Auge sind Malama insbesondere die 22 Millionen Franken, welche jährlich an die palästinensische Autonomiebehörde bezahlt werden und Calmy-Reys leichtfertige Anerkennung des Goldstone-Berichts und sowie der Hamas als Verhandlungspartner.
Die Parlamentarische Gruppe Schweiz-Israel, die mehrheitlich von SVP und FDP unterstützt wird, bilde – indem sie zwar Israel gegenüber kritisch, aber mit einem Herz für Israel auftrete – einen Kontrapunkt zur vom EDA geförderten Parlamentarischen Gruppe Schweiz-Palästina, in welcher vorwiegend Grüne und SP vertreten seien. Malamas Vortrag wurde mit einer Diashow seiner Israel-Reise vor zwei Jahren mit einer Schweizer Delegation nach Jerusalem, Ramallah, auf die Golanhöhen, nach Sderot und Tel Aviv ergänzt. In schlechter Erinnerung ist Peter Malama dabei das Treffen mit dem Schweizer Diplomaten Roland Steininger in Ramallah geblieben, der eine Stunde zu spät zum Treffen kam und der Delegation zudem vorschlug, einen Kranz an Jasser Arafats Grab niederzulegen. In der anschliessenden Diskussion kamen Stimmen aus dem Publikum, welches kaum junge Teilnehmer zählte, auf die Israel gegenüber kritische Stimmung in den Medien zu sprechen. Als Paradebeispiel wurden dabei die propalästinensischen Kolumnen in der «Basler Zeitung» von Daniel Vischer genannt. Peter Malama versprach, das Anliegen an einem baldigen Treffen mit Moritz Suter vorzubringen.