Verehrung und Verachtung

von Channa Zaidner, October 9, 2008
Die Stellung der Frau in der Tora ist zwiespältig. Einerseits stösst man auf frei entscheidende, selbstständige Frauen wie die im direkten Kontakt mit dem Schöpfer stehende Stammmutter Sarah. Wir kennen die Prophetin Miriam und die Richterin Debora. Andererseits sind die Frauen nur am Rande oder überhaupt nicht erwähnt und z. B. bezüglich Erbfolge, Eheschliessung und Scheidung oder Zeugenaussage nicht gleichberechtigt. Im Talmud erfährt dieser Gegensatz noch eine zusätzliche Dimension: auf der einen Seite wird die Frau in den höchsten Tönen gelobt, auf der anderen Seite finden wir eine tiefe Verachtung ihr gegenüber. Wie die Halacha die rituellen Pflichten der Frau definiert und warum es anders kam.
Frauen im Judentum: Zwischen Tradition und Aufbruch. - Foto Archiv JR

Beide Wertsysteme - Verehrung und Verachtung - existieren nebeneinander. Beide dienten den Propheten als Metapher: in Eichá ist es die treulose und entblösste Tochter Zijons als Metapher für das zerstörte Jerusalem, im bekannten Eschet Chajil die allumsorgende Hausfrau als Metapher für die Schechina, der irdischen Präsenz des Schöpfers. Die jüdische Gesellschaft hat sich zu einem System der Rollenteilung entwickelt, welches bereits bei der Geburt beginnt. Im Gegensatz zum Mädchen wird ein Junge von der ersten Woche an gefeiert, zunächst mit dem Schalom Sachor, der «freudigen Begrüssung des männlichen Kindes» im Vorfeld der Brit-Mila, dem Kennzeichen des Bundes mit dem Schöpfer. Warum gibt es für die Frau kein körperliches Zeichen? Ist sie nicht Teil des Bundes Abrahams? Darauf würde beispielsweise der fehlende Zusatz «Aufnahme in den Bund Abrahams» beim Segensspruch («Mischeberach») für ein neugeborenes Mädchen hinweisen (sowie beim Simun, vgl. weiter unten). Das System legt dem jüdischen Mann die wichtigere offizielle Rolle in der jüdischen Religion in die Wiege, während sich die jüdische Frau von klein an im Hintergrund und untergeordnet erlebt. Im Alter von 13 Jahren wird der Knabe im Gegensatz zum Mädchen offiziell als Vollmitglied in die jüdische Gemeinschaft aufgenommen, er wird zum ersten Mal zur Tora aufgerufen, und ein grosses Fest im Familien- und Freundeskreis betont die Wichtigkeit des Anlasses. In den letzten Jahren haben sich Mütter (und Grossmütter), unterstützt von ihren Männern, gegen diese Einseitigkeit zu wehren begonnen. Manchmal findet ein Kiddusch für das neugeborene Mädchen statt, und manche Bat-Mizwa ist mehr als nur Geburtstagsparty.

Die Klassierung der Geschlechter

Innerhalb der 613 Vorschriften gibt es effektiv nur gerade je eine geschlechtsspezifische Vorschrift: für die Frau im Zusammenhang mit dem monatlichen Zyklus, für den Mann bezüglich der Brit-Mila, allenfalls noch das Scherverbot von bestimmten Gesichtsstellen, wobei dies ebenso gut biologisch begründet werden kann 1. Tefillin legen ist weder geschlechtsspezifisch noch biologisch, ähnlich wie die beiden anderen frauenspezifischen Mizwot, das Challa-Nehmen beim Backen sowie das Entzünden der Kerzen an Schabbat und Feiertag. Beide Mizwot können auch von Männern erfüllt werden.
Die Gelehrten beschlossen eine zusätzliche Unterscheidung, indem sie die Frau von den positiven («du sollst») zeitgebundenen Pflichten, den Mizwot Asse Sche haSman Grama, entbanden. Die Gemara listet konkret sieben Vorschriften in dieser Kategorie auf: Schema, Tefillin, Zizit, Omer, Schofar, Lulav und Sukka. Der Talmud führt dann eine so grosse Anzahl von Ausnahmen an, dass R. Yohanan zum Schluss feststellt, es könne sich nicht wirklich um ein Prinzip handeln 2. Es überrascht daher kaum, dass Frauen mit Ausnahme von Tefillin und Zizit alle Vorschriften erfüllen, von denen die Halacha sie eigentlich entbindet. Und die eingangs gestellte Frage lässt sich nun beantworten: eine halachische Pflicht der Frau, in der Sukka zu essen oder Lulav zu schütteln, besteht nicht. Als Auswirkung obiger Liste sind Mann und Frau in zwei verschiedene Kategorien 3 eingeteilt. Männer haben mehr Gebote zu erfüllen, da die Frau von den obgenannten ausgenommen ist. Sie kann sich freiwillig verpflichten, es besteht kein Verbot. Allerdings ist die freiwillig erfüllte Mizwa weniger wert als eine obligatorische 4, und je mehr Mizwot erfüllt werden, um so höher das Verdienst. Dieser Umstand rechtfertigt den Segensspruch, mit welchem die Männer beim Morgengebet dem Schöpfer danken, dass er sie nicht zur Frau gemacht hat: aus Dankbarkeit, mehr Mizwot erfüllen zu dürfen als die Frau. Vielleicht als Folge dieser Kategorisierung grenzt sich die Gemeinde weiter von der Frau ab, wie «Kwod Hazibur» («die Ehre der Gemeinde») beweist. Die Gemara sagt: «Alle - also auch Frauen und Kinder - können zur Tora aufgerufen werden» 5. Im gleichen Satz wenden die Gelehrten jedoch ein, dass das Aufrufen einer Frau der Ehre der Gemeinde schaden würde, könnte doch der Anschein erweckt werden, es seien nicht genügend gelehrte Männer zum Rezitieren des Segensspruchs und des Toraabschnitts anwesend.
Die halachische Möglichkeit einer Aliah-la’Tora für Frauen ist das eine, dass sie dennoch nicht zum Minjan zählen, das andere: Ein Minjan wird gebildet durch zehn denselben Mizwot unterworfenen - also der gleichen Kategorie angehörenden - Menschen. Zwar hat die Frau die gleiche Pflicht zu beten 6, im Gegensatz zum Mann legt sie jedoch weder Tefillin noch muss sie Schema sagen7. Wegen dieser Unterschiede gehört sie bezüglich der Tefila in eine andere Kategorie. Heute wird die Möglichkeit zur Aliah-LaTora innerhalb der Frauen-Tefila-Gruppen in Amerika und Israel genutzt.
Ähnlich einschränkend wie Kwod Hazibur wirkt Zniut, «Sittsamkeit». Diese ist im Zusammenhang zu sehen mit der herausragenden Bedeutung der Sexualmoral im Judentum. Um verbotene sexuelle Beziehungen zu verhindern, werden unzählige Barrieren zwischen den Geschlechtern errichtet bis hin zur vollständigen Segregation. Zniut ist jedoch auch Ausdruck der Überlegenheit, welche der Mann der Frau gegenüber empfand und weswegen er möglichst nichts mit ihr zu tun haben wollte. So nennt Raschi Zniut als (Neben-) Argument, weshalb Frauen nicht zum Simun gezählt werden können, es gehöre sich ganz einfach nicht, sich mit Frauen zu assoziieren. Sie wären wegen der fehlenden Bildung kaum imstande, am Simun auch nur teilzunehmen 8. (Für eine überzeugende frische Interpretation von Zniut siehe Rachel Manolson «Outside-Inside»). Simun ist die «Einladung» zum gemeinsamen Tischgebet, vorausgesetzt, man esse zu dritt 9. Sind zwei Männer und eine Frau anwesend, wird auf das gemeinsame «Mesumin-Benschen» vor dem Tischgebet verzichtet. Zwar ist das Tischgebet grundsätzlich eine zeitgebundene positive Vorschrift, gehört aber zu den von der Gemara aufgeführten Ausnahmen, welche von Frauen zu erfüllen sind 10. Trotz der Pflicht zu benschen können Frauen aus verschiedenen Gründen nicht zum Simun zählen. Zum einen gibt es eine Meinungsverschiedenheit unter den Weisen, ob die Vorschrift des Tischgebets für die Frau rabbinisch ist oder biblisch 11, weil - so das Argument - die Frauen bei der Verteilung des Landes (unter die männlichen Nachkommen Jakovs) nicht berücksichtigt waren. Dies ist relevant, weil Deut.8:10 weiterfährt: «für das gute Land, das Er dir gegeben (hat)». Ist ein Gelehrter der Auffassung, das Land sei nur den Männern gegeben worden, ist die Vorschrift nur rabbinisch, andernfalls ist die Vorschrift zu benschen auch für die Frau aus der Tora abgeleitet, also gleich wie bei den Männern. Nur im letzten Fall könnten Männer und Frauen zusammen benschen und Frauen zum Simun zählen. Die Meinungsverschiedenheit wird nicht geklärt 12 und damit auch kein Entscheid gefällt. Zum anderen danken wir im zweiten Abschnitt des Benschens dem Schöpfer «für den Bund, den du in unserem Fleisch gekennzeichnet hast» Frauen haben aber kein entsprechendes Zeichen: daraus schliessen einige Gelehrte, dass Frauen nicht zum gemeinsamen Simun gezählt werden können. Für Eliser Berkovits ist eine solche Erklärung völlig absurd 13. Essen drei Frauen gemeinsam, so sind sie jedoch verpflichtet zum Mesumin-Benschen 14. Dass sie dies in der Regel nicht tun, liegt u. a. am System der Rollenteilung, welche ebenfalls dazu führt, dass an einem Freitagabend in Abwesenheit eines erwachsenen Mannes nicht etwa die Mutter den Kiddusch für die Familie spricht, sondern ein Nachbar oder der kleine Sohn wird bemüht: die erwachsene Mutter stellt sich oft in den Hintergrund, obwohl Mann und Frau bezüglich dem Schabbat halachisch gleich verpflichtet sind 15: Deshalb erfüllt der von ihr gesprochene Kiddusch auch die Verpflichtung des anwesenden Mannes 16.

Anbruch eines neuen Zeitalters

In Amerika und Israel wechseln sich heute jüngere Paare immer öfter ab bei Kiddusch und Motzi. Joel B. Wolowelsky schreibt: «Nicht alle sind interessiert an diesen Neuerungen, aber Offenheit gegenüber Entwicklungen charakterisieren unsere jüdische Gemeinschaft. Mit Feminismus hat dies nichts zu tun» 17.
Meines Erachtens hat es jedoch sehr viel mit dem neu erworbenen Wissen zu tun, zu welchem die Frauen dank Sarah Schnirers Kampf für die Aufhebung des Tora-Lern-Verbotes Zugang erhielten. Bis 1917 galt es sogar als gefährlich, Frauen Tora zu lehren, würde die Tora doch zu «Tiflut», durch das Unverständnis der Frau wie in den Schmutz gezogen 18.
Seit rund 15 Jahren gibt es neben Bet-Jakov- und den traditionellen Schulen Frauen-Lehrhäuser, an welchen neben der schriftlichen neu auch die mündliche Überlieferung gelehrt wird. Allein in Jerusalem sind es inzwischen über ein Dutzend Midraschiot. Dank englischer Übersetzungen der mündlichen Überlieferung ist das Studium zudem einfacher geworden. Eine ansehnliche Auswahl von Büchern ist zum Thema Frau und Judentum in den letzten zehn Jahren erschienen (siehe Kästchen). Dass sie teilweise von Frauen geschrieben wurden, ist die logische Folge der erwähnten Lernmöglichkeiten. Das neu entdeckte Wissen birgt ungeahnte Perspektiven, welche an den 1997 und 1998 in New York und diesen Juli in Jerusalem veranstalteten Konferenzen zum Thema «Orthodoxy and Feminism» von insgesamt über 5000 (!) engagierten, zum grossen Teil tief religiösen Frauen ausgeleuchtet wurden.

Blick zurück und nach vorn

Das Bild der Frau im Judentum ist ein zwiespältiges: von der unwichtigen Randfigur zur geschätzten Richterin in der Tora, gleichzeitig hoch geehrt und tief verachtet im Talmud. Elieser Berkovits 20 erklärt dazu, die Hochschätzung entspräche der Ansicht der Tora, die abschätzige Ansicht gründe auf dem Einfluss des damals geltenden niederen Status der Frau als Un-Person. Auf den Einfluss der Umwelt ist es zurückzuführen, dass während sehr langer Zeit das negative Bild vorherrschte, während das positive Bild der Frau nur unterschwellig vorhanden war. Ich habe versucht aufzuzeigen, dass die halachischen Grundlagen für eine aktivere Beteiligung der Frau am Ritual im Judentum durchaus vorhanden sind. Dabei konnte ich nur wenige Beispiele erwähnen, eine abschliessende Erörterung war völlig unmöglich. Ich habe dabei nichts Neues ausgegraben, alles ist längst bekannt, wie z.B. die theoretische Möglichkeit, zur Tora aufgerufen zu werden.
Bereits die Gemara stellte fest, dass die Einteilung in die Kategorie der positiven zeitgebundenen Vorschriften kein Prinzip sei. Diese Beurteilung wird von der Tatsache bestätigt, dass beinahe alle aufgezählten Vorschriften von den Frauen gehalten werden. Argumente, wonach das Heilige Land nur den Männern gegeben wurde oder die Frau beim Bund vielleicht nicht mitgemeint war, sind auf die damalige niedere Wertschätzung der Frau zurückzuführen. Heute ist die Frau dabei, in allen Lebensbereichen gleichberechtigte Partnerin des Mannes zu werden. Diese Entwicklung lässt sich nicht aufhalten. Am zweiten Kongress in New York rief Rabbanit Chana Henkin, Gründerin der Midraschia Nischmat, aufgeregt: «Änderungen werden kommen!» Noch herrscht bei vielen Betroffenen Desinteresse. Dass dieses teilweise bis zur vehementen Ablehnung reicht, ist zum einen auf die Jahrtausende dauernde Gewöhnung an eine passive untergeordnete Rolle zurückzuführen, welches der jüdischen Frau zur zweiten Natur wurde. Zum anderen zeigt sich darin eine grosse Ratlosigkeit, ausgelöst durch die Opposition der Männer.
Denn statt den Ambitionen der Frauen nach aktiverer Teilnahme zu unterstützen, werden die Vorschriften zunehmend strikter ausgelegt: Sie soll nicht in einer Frauen-Tefila-Gruppe beten. Frauen benschen gemeinsam Simun? Das ist nur für Feministinnen, dies trotz klarer halachischer Pflicht. Und ähnlich tönt es, wenn Frauen Kiddusch machen oder das Kaddisch sagen wollen. Auch in anderen Bereichen herrscht Strenge oder Verbot. Die Beispiele beweisen: Heute werden Aktivitäten unterbunden, welche die Halacha entweder explizit vorschreibt oder zumindest nicht verbietet. Im Minjan Wollishofen erwähnte ein Referent kürzlich, dass ein Bet-Din prinzipiell auch aus drei Frauen gebildet werden könnte, dies jedoch die Rabbanim nicht erlaubten. Der Grund: Ein Zulassen könnte den Anschein von «zu modern» erwecken!
Besteht hier vielleicht eine Parallele zu früher? Kwod Hazibur sollte verhüten, den Anschein zu erwecken, die Gemeinde müsste sich schämen, weil die Männer ungebildeter sind als die Frauen. In diesem Sinn bedeutet Kwod Hazibur auch «Scham der Ignoranz» 21. Heute wollen die Rabbanim nicht den Anschein erwecken, zu modern zu sein. Was heisst denn «zu modern»? Das hiesse, der Moderne, nämlich der Emanzipation der Frau, wohlwollend gegenüber zu stehen. Emanzipation bedeutet gleich gut ausgebildete Frauen, vielleicht sogar besser ausgebildete - wie bei Kwod Hazibur könnte dies die Männer wieder beschämen. Aus dieser Perspektive macht das Tora-Lern-Verbot sogar Sinn. Wir leben heute in einer Situation, wo Frauen in Beruf und Politik höchste Ämter ausüben: die Angst vor der Scham, vielleicht schlechter zu sein als eine Frau, ist obsolet geworden. Wie in der nichtjüdischen Umwelt ist es auch im Judentum eine Frage der Zeit, bis «mann» sich an die neue Situation gewöhnt und in der Frau keine Konkurrenz, sondern eine Mitträgerin der Verantwortung erkennt. Gewisse Zweifel darüber, was das Judentum an Änderungen erträgt, sind verständlich nach den schlechten Erfahrungen der letzten beiden Jahrhunderte. Wenn jedoch der Wunsch nach grösserer Teilnahme der Frauen am spirituellen Geschehen ignoriert wird und die Vorschriften immer strenger ausgelegt werden, dann fühlen sich viele Frauen mit ihren Fragen nicht ernst genommen. Und etwas zu verbieten, weil es als «zu modern» scheinen könnte, ist weder adäquate Antwort noch löst es Probleme. Ein Abspeisen mit Ausflüchten bringt Frustration und kann bis zum enttäuschten Abwenden vom Judentum führen. Noch nie zuvor in der Geschichte beschäftigten sich so viele jüdische Frauen mit dem Studium der jüdischen Quellen. Durch das erworbene Wissen wandelt sich das Interesse für viele zu einem echten spirituellen Bedürfnis. Ein Erfüllen bringt zunächst die Würde der Frau zurück, weil ihre Anliegen, z. B. aktiver am jüdischen Ritual zu Hause teilzunehmen, ernst genommen werden. Die dadurch gestärkte jüdische Identität wirkt sich wiederum positiv auf ihre Kinder und somit auf die gesamte jüdische Gesellschaft aus. Diese Entwicklung ist nicht umkehrbar, auch wenn Paradigmenwechsel (und das ist einer!) nicht von heute auf morgen stattfinden. Erst seit kurzem tröpfelt es in unser Bewusstsein, dass die Halacha der Frau einen viel grösseren Aktionsradius einräumen kann. Diese Erkenntnis ist wichtig! Die jüdische Lehre ist zeitlos und anpassungsfähig. Die Gelehrten der talmudischen Zeit verbesserten die Stellung der Frau, indem sie zu ihrem Schutz die Ketuba einführten oder den unsäglichen Fall der Sota praktisch eliminierten, weil sie die Ungerechtigkeit der Frau gegenüber nachempfanden. Und sie erkannten die Wichtigkeit von Nachat Ruach, der spirituellen Befriedigung auch der Frau 22. Wenn schon damals möglich war, die Wünsche und Anliegen der Frauen zu verstehen und ernst zu nehmen, sollte dies in der Zeit der Gleichberechtigung nicht ebenfalls gelingen? Deshalb wäre ein konstruktiver Vorschlag: ein Sanhedrin-ähnliches Gremium aus gelehrten Männern und Frauen bilden, die Anliegen auf den Tisch legen, die Probleme analysieren und gemeinsam nach Lösungen suchen.

1Rachel Biale: Women and Jewish Law S. 10; 2Kidduschin 34a;3Es werden noch andere Kategorien wie Kohen/Levi/Israel, Voll- und Minderjährige etc. unterschieden; 4Kidduschin 31a; 5Megilla 23a; 6Diese ist zentral und auch für Frauen zu erfüllen: Taauit 2a, bezogen auf Deut. 11:13: «Du sollst euren Herrn lieben und danken mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele!»; 7Berachot 20a: Tefillin, weil sie als Männer-Ausrüstung gelten, das Schema, weil es zeitgebunden ist; 8Raschi und Tosafot zu Berachot 20b bei F