Unverbesserlicher Optimist
Am traditionellen Empfang aus Anlass des jüdischen Neujahrsfestes, den er für das diplomatische Korps in Israel gab, liess Staatspräsident Shimon Peres ein weiteres Mal seinen unverbesserlichen Optimismus erkennen. Zu den versammelten Diplomaten gewandt, erklärte er, die gegenwärtige palästinensische Führung sei die «beste, die wir haben können». An die Adresse von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas gerichtet, forderte Peres die sofortige Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen «öffentlich und hinter den Kulissen». Man dürfe keine Zeit verschwenden, warnte er. Wörtlich fügte Shimon Peres hinzu: «Die Uno ist in keiner Position, Israel Sicherheit zu gewähren.» Als Beispiel fügte er die Auftritte des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad an, der immer wieder die Möglichkeit habe, die Uno als Plattform für die Verbreitung seiner Hasstiraden gegen Israel und das jüdische Volk zu missbrauchen. Ahmadinejad fahre, so Peres, fort, den Holocaust zu leugnen und zur Zerstörung des Staates Israel aufzurufen. «Damit handelt er im Widerspruch zum Geist der Uno», unterstrich der israelische Staatspräsident. [JU]