Überrascht
Goetschel zeigt sich vor allem über den Zeitpunkt der Wahl überrascht. Zwar seien die USA dank Obama wieder im Menschenrechtsrat vertreten und der Präsident bemühe sich, im Nahostkonflikt eine wichtige Rolle zu spielen. Dies allein ist in den Augen Goetschels jedoch noch kein Leistungsausweis, welcher friedensnobelpreisträchtig wäre. Obama werde vor allem für seine Absichtsbekundungen und die positive Grundstimmung, die er verbreite, ausgezeichnet. Auch das sei eine beachtenswerte Leistung, welche Goetschel in keiner Weise geringschätzt. Nach weniger als einem Jahr im Amt habe Obama aber noch gar keine Zeit gehabt, seinen Worten die entsprechenden Taten folgen zu lassen. Laut Goetschel wäre daher eher zu erwarten gewesen, dass er den Preis in zwei oder drei Jahren erhalten würde – sofern er bis dahin einen Teil seiner Absichten auch umgesetzt hätte. [zu]