Treffen im Vatikan
Die 84-jährige Peiser, die von Pater Norbert Hofmann, Sekretär der päpstlichen Kommission für religiöse Beziehungen mit dem Judentum, begleitet wurde, überreichte dem Papst eine signierte Kopie ihrer Biografie. «Nach der Kristallnacht von 1938», sagte Cäcilie Peiser in einem Interview mit dem «Osservatore Romano», «musste ich im Alter von 13 Jahren mit meiner jüngeren Schwester und anderen Kindern nach Holland fliehen.» Ihre Mutter und ein jüngerer Bruder wurden deportiert und kamen in einem KZ ums Leben. Nach dem Krieg begann Cäcilie Peiser mit ehemaligen Häftlingen zu arbeiten, die in den Lagern an Tuberkulose erkrankt waren. 1946 liess sie sich im damaligen Palästina nieder, kehrte 1957 aber nach Deutschland zurück. Dort kümmert sie sich bis heute um behinderte Kinder. [JU]