Summers statt Zar
Wollte er zunächst einen Experten einsetzen, der als «Auto-Zar» die Rettung und Umstrukturierung der maroden Branche dirigiert, so hat er sich nun dafür entschieden, dass sich ein Komitee um dieses Problem kümmern soll. Dieses werden Finanzminister Tim Geithner und der Vorsitzende des Wirtschaftsrates im Weissen Haus Larry Summers leiten. Dem wäre die Rolle eines Zaren – so werden in den USA ausserhalb der Bürokratien operierende Sonderbeauftragte genannt – eigentlich auf den Leib geschrieben: Sehr von sich selbst überzeugt, sorgt Summers mit seinem hochfahrenden Benehmen für Unmut unter Kollegen und Untergebenen. Was die Autoindustrie angeht, so ist ein von der Regierung kontrollierter Konkurs weiterhin eine Option. Obamas Berater David Axelrod erklärte, dass sich nicht nur die Gewerkschaften, sondern auch Aktionäre und Kreditgeber von GM, Chrysler und Ford auf weitere Opfer einstellen sollten. Das letzte Wort auf Regierungsseite will sich der Präsident selbst vorbehalten