Studientag über Jüdische Geschichte
So referierte etwa Hannah Einhaus, welche an einer Biografie über Georges Brunschvig arbeitet, über das «Auf und Ab der sechziger Jahre» und die zentrale Rolle, die der damalige Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds dabei spielte. Marlen Oehler Brunnschweiler sprach über «Krisenbewusstsein und Identitätsdiskurs in der schweizerisch-jüdischen Presse von 1929 bis 1939» und Thomas Metzger über «Antisemitismus im Schweizer Protestantismus 1870 bis 1950». Neben zahlreichen weiteren, ebenso wertvollen Beiträgen wurde auch anregend diskutiert. Stefanie Mahrer, Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Jüdische Studien der Universität Basel, betonte, die Veranstaltung ziele darauf, die verschiedenen Forschenden zur jüdischen Geschichte in der Schweiz zusammenzubringen und zu verlinken. Nachdem Jacques Picard, Leiter des Instituts für Jüdische Studien der Universität Basel, die Idee zu einer derartigen Zusammenführung geäussert hatte, übernahm Mahrer die Initiative und organisierte den Studientag. Die Tagung war bewusst nicht interdisziplinär ausgerichtet und konzentrierte sich auf die Geschichtsforschung. [zu]