Steuersorgen
Die Schuldenlast der öffentlichen Haushalte in den USA macht Politiker erfinderisch. So besinnen sich Parlamentarier beider Kongressparteien auf die stärkere Besteuerung von Private-Equity-Firmen wie der von Stephen Schwarzman geleiteten Blackstone Group, die mit Eigen- und Fremdkapital unter anderem Firmenübernahmen finanzieren. Im Jahr 2007 ist ein Vorstoss in diese Richtung gescheitert, der Gewinne von Blackstone mit 35 Prozent besteuert hätte, was fast einer Verdreifachung der bisherigen Sätze gleichgekommen wäre. Demokratische Abgeordnete unternahmen im vergangenen Jahr einen zweiten Anlauf in diese Richtung, scheiterten jedoch erneut am energischen Lobbying der Private-Equity-Häuser im Kongress. Nun wird die Idee erneut diskutiert, diesmal jedoch auch von Republikanern. Diese können sich höhere Abgaben auf Private-Equity-Gewinne jedoch nur im Zug einer umfassenden Steuerreform vorstellen, die Unternehmen insgesamt ent-, Kapitalerträge aber dafür etwas stärker belasten würde. [am]