STEFF WERTHEIMER
> Der Unternehmer Steff Wertheimer wurde 1926 in Deutschland geboren und kam 1936 mit seinen Eltern nach Palästina. Als junger Mann diente er in der Palmach, dem Vorläufer der israelischen Armee. Nach nur 20 Stunden Ausbildung erhielt er den Pilotenschein. Sein Erfolg als Unternehmer begann 1968, als Frankreich ein Waffenembargo gegen Israel verhängte und Wertheimer die nun fehlenden Ersatzteile für Flugzeuge selbst herstellte. Sein Konzept vom kapitalistischen Kibbuz war, und ist noch heute, zukunftsweisend; er produziert Waren im Wert von 1,2 Milliarden Euro, zehn Prozent der gesamten Industrieproduktion Israels. Seine fünf Industrieparks sind der Kern seiner Friedensidee und der Schlüssel zu seinem Erfolg als Geschäftsmann. Im Mai 2006 verkaufte er 80 Prozent der Anteile seiner Metallfabrik Iscar für vier Milliarden Dollar an den amerikanischen Multimilliardär Warren Buffet – es handelte sich um die grösste Investition in der Geschichte Israels. Wertheimer sieht einen Weg zum Frieden im Nahen Osten allein in der Schaffung von Industrie, Arbeitsplätzen und Zukunftshoffnung für die Menschen. Mit seinem Konzept vom kapitalistischen Kibbuz will er langfristig auch die Türkei, Jordanien, Libanon und später die palästinensischen Gebiete auf Erfolgskurs bringen.