Sportgeschichte
Als Basketballer schrieb Ralph Klein, der am 29. Juli 80 Jahre alt geworden wäre, Sportgeschichte. Er ging für Israel auf Korbjagd und wurde als Nationalheld gefeiert. Er coachte 1983 bis 1986 die deutsche Herrennationalmannschaft, die er zu den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles, 1985 zur Europameisterschaft und 1986 zur Weltmeisterschaft führte. Seine Karriere begann Klein als Spieler im Verein Maccabi Tel Aviv. Sein Team erzielte 1977 den ersten Europapokal-Sieg und wurde 1988 Europaliga-Vizemeister. 1979 holte Klein den Vizeeuropameistertitel als Trainer der israelischen Nationalmannschaft. Ralph Klein kam 1931 in Berlin zur Welt; sein Vater wurde in Auschwitz ermordet, seine Mutter und er gehörten zu den rund 20 000 Juden, die ihre Rettung dem schwedischen Diplomaten Raoul Wallenstein verdanken. Klein überlebte den Krieg in Ungarn und wanderte 1950 nach Israel aus. Als deutscher Bundestrainer erreichte er den Gipfel seiner Laufbahn. Drei Jahre nach Ralph Kleins Tod im August 2008 verfilmt der israelische Regisseur Eran Riklis nun das Leben des Jahrhundertsportlers. [TA]