Salzig
Der Wasserspiegel des Kinneret-Sees, des wichtigsten Frischwasserreservoirs in Israel, könnte bis Ende Sommer auf die «schwarze Linie» absinken, warnte Infrastrukturminister Uzi Landau, und dann wären die entstehenden Schäden am See irreversibel. Nach sechs Dürrejahren brachte der vergangene Winter zwar 90 Prozent des durchschnittlichen Niederschlags, doch die einzige langfristig verlässliche Massnahme besteht im Bau von mehr Entsalzungsanlagen. Landau sagte dies an der Einweihung der ersten Entsalzungsanlage der nationalen Wassergesellschaft Mekorot, die über 20 000 Kubikmeter Wasser pro Tag behandeln kann. Mekorot will nächstes Jahr durch die Errichtung einer zweiten Anlage die Gesamtkapazität auf 17 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr erhöhen. Minister Landau gab sich optimistisch und meinte, Israel würde in den kommenden drei Jahren jährlich 300 Millionen Kubikmeter entsalztes Wasser produzieren können. Das würde auch die Belastung des Küsten-Aquifers reduzieren, der jährlich im Durchschnitt über 700 Millionen Wasser liefert. Die fortschreitende Versalzung hat die Qualität dieses Wassers arg beeinträchtigt. [ju]
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