Saison ohne Meisterschaften
Nachdem Gabriel Okmian, Juniorenobmann des FC Hakoah Zürich, am vergangenen Freitag per Elternbrief darüber informierte, dass die E- und D-Juniorenmannschaften für eine halbe Saison bis zur kommenden Winterpause vom Meisterschaftsbetrieb zurückgezogen wurden, schlugen die Wogen hoch. Nicht nur fehlten im Elternbrief genauere Begründungen dazu, was genau vorgefallen ist, es kamen auch sofort Gerüchte bezüglich unnötiger Versäumnisse der Involvierten in Umlauf. So sei die Anmeldung der Spielerpässe zunächst verpasst worden, und später seien diese Pässe auf unerklärliche Art und Weise gar verloren gegangen, erzählte man sich. Nun hat Juniorenobmann Okmian gegenüber tachles Stellung bezogen.
Aus Eigenschutz
Der Entscheid, die besagten Juniorenmannschaften bis zur Winterpause vom Meisterschaftsbetrieb zurückzuziehen, «wurde primär aus Eigenschutz gefällt, da der regionale Fussballverband dem Verein Sanktionen angedroht hatte, falls sich die schlechten Erfahrungen aus der Frühlingsrunde mit den D-Junioren wiederholen würde», heisst es in der Stellungnahme Okmians. Mit den «schlechten Erfahrungen aus der Frühlingsrunde» sind versäumte Spielerpassanmeldungen gemeint. «Es sind keine Spielerpässe verloren gegangen», stellt Okmian die erwähnten Anschuldigungen jedoch richtig, «für einige Spieler gab es einfach nie eine Spielerpassanmeldung». Warum genau diese Anmeldungen nicht durchgeführt wurden, wollten weder Juniorenobmann Okmian noch Benny Epstein, Kommunikationsverantwortlicher des FC Hakoah oder Vereinspräsident Lionel Blumberg weiter ausführen. Das sei eine interne Angelegenheit, liess Epstein verlauten. Der Klubvorstand sei jedoch dabei, ein Pflichtenheft zu erarbeiten, welches für Junioren, deren Eltern sowie für Trainer und Vorstand bindenden Charakter haben soll, erklärt Okmian in seiner Stellungnahme weiter.
Idealere Aufgabenverteilung angestrebt
Die halbe Lock-Out-Saison solle nun dazu verwendet werden, die Aufgabenverteilung im Klubvorstand idealer zu verteilen und alle Beteiligten «mehr in die Verantwortung zu nehmen», heisst es in der Stellungnahme weiter. Der Trainingsbetrieb wird laut Okmian normal aufrecht erhalten werden, und mit Freundschaftsspielen und Turnierteilnahmen soll die Spielpraxis dennoch gepflegt werden, «damit die Mannschaften ab Frühling 2012 wieder ganz normal am Spielbetrieb teilnehmen können». Okmian betont, dass ihm die verspätete Kommunikation leid tue, und er zeigt Verständnis für den Ärger bei den Junioren, «aber es blieb uns keine andere Lösung». «Bald», so verspricht der Juniorenobmann jedoch, «werden die Kinderaugen wieder funkeln.»