Safra expandiert
Der Bankier Joseph Safra zeigt im Alter von 82 Jahren grossen Elan. Seine Gruppe hat nun für etwas mehr als eine Milliarden Franken die Mehrheit an der Basler Bank Sarasin übernommen. Damit entsteht ein neuer Anbieter in der Vermögensverwaltung mit globalen Ambitionen. Bislang hat die Safra-Gruppe Einlagen im Wert von 109 Milliarden Dollar betreut, die der Bank Sarasin liegen auf dem gleichen Niveau. Zukünftig wird die Safra-Gruppe in der Schweiz nur noch hinter den Grossbanken UBS und Credit Suisse sowie der Genfer Bank Pictet rangieren. In der Schweiz wurde positiv aufgenommen, dass die Safra-Gruppe bei Sarasin keine Entlassungen vornehmen will. Beide Unternehmen sind etwa gleich alt und gehen auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Die Safras stammen aus Aleppo und gehörten zu den bedeutendsten sephardischen Kaufmanns-Dynastien. Nach 1945 wanderten Jacob Safra und seine Söhne Joseph und Edmond nach Brasilien aus, wo sie einen der bedeutendsten Finanzdienstleister Lateinamerikas aufbauten. [am]