Divergierende Ansichten über Auswirkungen des Geschäfts
Nur einen Tag nachdem der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman sich besorgt zeigte über die Auswirkungen des massiven amerikanisch-saudischen Waffendeals für Israel, äusserte ein Experte eine diametral entgegengesetzte Ansicht. Laut Generalmajor d.R. Amos Yadlin, Leiter des Instituts für Nationale Sicherheitsstudien (INSS), stellten die letzte Woche zwischen Präsident Trump und Saudi-Arabien vereinbarten Waffenlieferungen keine Gefahr für Israel dar und daher auch keinen Grund für Besorgnis. Gegenüber «Haaretz» spezifizierte Yadlin: «Es handelt sich vor allem um ein System zum Abfangen ballistischer Raketen, deren Chancen, Israel zu erreichen, sehr gering sind, dann um Tanks, mit denen Israel umzugehen weiss, und um Black-Hawk-Helikopter, die Israel ebenfalls nicht beunruhigen sollten.» Einige dieser Systeme sollen nach Ansicht des ehemaligen Chefs der militärischen Abwehr Israels Saudi-Arabien gegen Raketen abschirmen, welche die mit Iran alliierten Houthi-Rebellen im Rahmen des schiitischen Aufstands im Jemen abfeuern. Yadlin wies in seinen beschwichtigenden Ausführungen auch darauf hin, dass der 2010 zwischen den Saudis und den USA abgeschlossener Waffendeal viel bedeutender gewesen sei: Er bestand aus modernsten F-15-Düsenjägern, Präzisionswaffen und 132 Apache- und Black-Hawk-Helikopter. Israel hatte seinerzeit gegen das Geschäft opponiert, doch die Administration Obama war der Meinung, es werde die saudische Luftwaffe gegen jede potentielle Bedrohung durch die iranische Luftwaffe stärken. TA