Protest

November 12, 2010
Alain Finkielkraut

Er zählt zu den führenden Intellektuellen in Frankreich und sorgt mit seiner unkonventionellen Haltung immer wieder für Furore. Alain Finkielkraut, 1949 in Paris geboren, ist der Sohn eines jüdisch-polnischen Lederwarenhändlers, der nach Auschwitz deportiert wurde. Finkielkraut machte sich als Philosoph und Autor international einen Namen als Intellektueller, welcher sich vehement gegen jegliche Form der Gewaltherrschaft wendet. In diesem Jahr war Finkielkraut an der Gründung von JCall beteiligt. In «Le Monde» erschien am 1. November ein kritischer Leserbrief, in welchem sich die Autoren gegen den wirtschaftlichen und kulturellen Boykott wenden, zu welchem die Initiative Boycott, Disinvestment, Sanctions (BDS) aufruft und die in Frankreich zahlreiche Unterstützer findet. Neben Finkielkraut geben sich auch etwa Pascal Bruckner, Betrand Delanoë, Patrick Klugman, Bernard-Henri Lévy als Autoren des Protestschreibens zu erkennen. In dem Schreiben mit dem Titel «Der Boykott Israels ist eine unwürdige Waffe», wird die BDS-Initiative dahingehend kritisiert, dass diese eher die Zensur als den Frieden unterstütze.    [zu]