Pinoierin
Seit 1994 gehören sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Massgeblich mitverantwortlich für den Erhalt und die Erforschung der Zeichnungen war Maria Reiche. In Dresden geboren, studierte sie Mathematik, Physik und Geografie. Mit 29 Jahren verliess sie Deutschland Richtung Peru. Bedingt durch die politische Situation in Deutschland, wollte und konnte Maria Reiche nicht mehr zurückkehren.
1939 machte sie Bekanntschaft mit den Zeichnungen und begann sie zu untersuchen. Sie vermass ein riesiges Gebiet zu Fuss, dokumentierte einen Teil der Linien aus der Luft und liess sich auch durch Krankheit und Alter nicht daran hindern. Maria Reiche lebte Jahrzehnte lang in einer bescheidenen Hütte am Rande der Pampa Colorada. Im Alter wurde ihre Arbeit sowohl von Peru als auch von Deutschland gewürdigt und ausgezeichnet. Am 8. Juni vor zehn Jahren verstarb die Pionierin der Forschung in ihrer Wahlheimat. [TA]