Piano
«Shine» von Scott Hicks lief 1997 mit grossem Erfolg in den Kinos, wurde mit Auszeichnungen überhäuft, darunter ein Oscar, und spielte Millionen ein. Die Geschichte des 1947 in Melbourne geborenen Sohns einer polnisch-jüdischen Einwandererfamilie, dessen Karriere als Pianist durch eine schwere psychische Erkrankung unterbrochen wird, rührte Menschen auf der ganzen Welt. Als David Helfgott nach dem Erfolg des Films auf Welttournee ging, sahen viele Kritiker darin eine geschmacklose Zurschaustellung eines kranken Menschen, der durch seine zweite Frau Gillian Murray geschickt ausgenutzt wurde. Die Kontroverse um den Film und die Auftritte Helfgotts ist bis heute nicht abgerissen. Am 19. Oktober spielt David Helfgott Werke von Rachmaninow, Beretta und Grieg in der Tonhalle Zürich, am 21. Oktober in Kultur-Casino Bern. Zusätzlich ist am 11. Oktober im Zürcher Filmpodium und am 18. Oktober im Pathé Westside in Bern der Film «Shine» zu sehen. Damit bietet sich dem Publikum die Chance, das musikalische Können des Pianisten zu würdigen – jenseits aller Querelen.