Oral History
November 6, 2008
Louis «Studs» Terkel
Der am 16. Mai 1912 in der Bronx geborene Sohn russisch-jüdischer Einwanderer war das offene Ohr Amerikas. Seine Gespräche mit Politikern, Stars und dem Volk von der Strasse machten ihn berühmt und bescherten ihm 1985 für sein Buch «Der gute Krieg» den Pulitzer-Preis. Terkel lässt Amerikaner aller Milieus ihr Bild des Zweiten Weltkriegs zeichnen. Sein Buch «Giganten des Jazz» steht für seine besondere Liebe zur amerikanischen Musikszene. Die Chicago Historical Society beherbergt das Studs Terkel Oral History Archiv, eine Fundgrube, die in den «United States of Alzheimer’s», wie er Amerika an seinem 95. Geburtstag nannte, noch lange eine solche bleiben wird. Der Chronist des Alltags ist am 31. Oktober in Chicago gestorben. [kh]