Nobelpreisträgerin verstorben
Sie war 1977 erst die zweite Frau, die mit einem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet wurde, und der Weg dorthin war für Rosayln Sussman Yalow steinig. Geboren 1921 in New York als Tochter des deutsch-jüdischen Immigrantenpaars Simon und Clara Sussman, schloss sie das College mit Bestnoten ab. Ihren Wunsch, Physik zu studieren, konnte sie vorerst nicht verwirklichen. Einer Assistenzstelle standen, so die damalige Begründung, folgende Gründe im Weg: «She is from New York. She is Jewish. She is a woman.» So musste sich die junge Frau zuerst als Sekretärin für jene Professoren, bei denen sie eigentlich studieren wollte, verdient machen. Während des Zweiten Weltkriegs bekam Yalow dann die Chance, ihren Traum an der Universität von Illinois wahrzumachen. Ausgezeichnet wurde die Physikerin für die von ihr und ihrem Forschungspartner Solomon Aaron Berson entwickelte Radioimmunassay-Methode, mit der sich unter anderem der Hormonspiegel messen lässt. Die 1986 emeritierte Professorin starb am 30. Mai dieses
Jahres in New York. Am 19. Juli wäre sie 90 Jahre alt geworden. [TA]