Neugierig

July 8, 2010
Begonnen hat seine Karriere mit vier Jahren: Damals attestierte man Maxim Vengerov ein ganz grosses Talent.
Maxim Vengerov

Der 1974 im sibirischen Novosibirsk geborene Vengerov stammt aus einer musikalischen Familie: Sein Vater war erster Oboist des städtischen Symphonieorchesters, die Mutter leitete ein Waisenhaus und war dabei auch für den Kinderchor verantwortlich. Bis zu sieben Stunden übte der junge Violinist täglich, gewann mit 15 Jahren einen ersten grossen Wettbewerb und erlebte die Öffnung der UdSSR; seine Familie emigrierte nach Israel, und er stand am Beginn einer internationalen Karriere. Der eine zeitlang als weltweit bestverdienender Violinist gehandelte Vengerov blieb stets neugierig und kennt keine Berührungsängste mit anderen musikalischen Genres wie Tango oder Jazz. Seit einigen Jahren steht er auch am Dirigentenpult und fördert den musikalischen Nachwuchs in Israel mit seiner in Tiberias ansässigen Musikschule. Als Dirigent des Gstaad Festival Orchestra hat er nun eine neue Aufgabe übernommen. Am 13. August lockt das Orchester das Publikum auch in diesem Jahr wieder nach Gstaad. [em]