Murmeljagd

December 23, 2009
Deutschland, die damalige Tschechoslowakei, Frankreich, England, die Schweiz, Brasilien, die USA, dann wieder Österreich und die Schweiz waren die Lebensstationen des Schriftstellers und Dramatikers ­Ulrich Becher.
Ulrich Becher

Er war erst 22 Jahre alt, als sein Erstling «Männer machen Fehler» erschien – ein Jahr später verliess der überzeugte Sozialist Deutschland und nahm nach seiner Hochzeit mit Dana Roda die österreichische Staatsbürgerschaft an. Nach 1938 schaffte das Ehepaar die Einreise in die Schweiz, doch man beschied Becher, er möge sich doch um ein anderes Asylland bemühen. Nach drei Jahren in Brasilien gelang des dem Ehepaar schliesslich, 1944 ein Visum für die USA zu bekommen. Nach der Rückkehr nach Europa 1948 wurde Bechers Theaterstück «Der Bockerer» in Wien uraufgeführt, schon bald aber geriet Becher in Vergessenheit. Von 1954 bis zu seinem Tod 1990 lebte der Schriftsteller in Basel. Aus Anlass des 100. Geburtstages Bechers am 2. Januar 2010 hat der Verlag Schöffling & Co. seinen grossen Roman «Murmeljagd» neu aufgelegt. [TA]

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