Militärattaché hat Verfehlungen zugegeben

December 19, 2011
Die trüben Seiten der Rüstungskooperation zwischen Israel und der Schweiz.

Shmuel Avivi, Oberst d.R. der israelischen Armee und ehemaliger IDF-Militärattaché in der Schweiz ist vom Tel Aviver Bezirksgericht für schuldig befunden worden, nachdem er zugegeben hat, Vergehen im Bereich des Vertrauensmissbrauchs und der Bestechung begangen zu haben. Aviv, der zwischen 2002 und 2005 als Militärattaché in der Schweiz gedient und in dieser Funktion die Mission des israelischen Verteidigungsministeriums geleitet hatte, war verantwortlich für die Vermarktung israelischer Rüstungsgüter in der Schweiz, Norwegen, Dänemark und Schweden. Laut der Anklageschrift half Avivi dem schweizerischen Waffenhändler Heinrich Thomet, seine Geschäfte in Israel auszuweiten und seine Rüstungsprodukte zu verkaufen. Der springende Punkt war, dass der ex-Militärattaché es «versäumt» hatte, für seine Hilfeleistungen zuvor die Genehmigung seiner Vorgesetzten einzuholen. Anfänglich soll Avivi Thomet ersucht haben, ihn bei der Vermarktung israelischer Militärprodukte unter «Sicherheitselementen» in der Schweiz zu unterstützen. Für seine Hilfe sind Avivi und seine Gattin Osnat von Thomet mit einer ganzen Reihe von Gegenleistungen «eingedeckt» worden. Diese reichten von einem Fahrzeug der Marke Toyota Landcruiser im Wert von rund 90000 Dollar, bis zur vorgetäuschten Anstellung von Osnat bei einer von Thomet mitbegründeten Firma. [JU]