Mamilla-Projekt steht vor Vollendung
Nach jahrzehntelangen Planungs- und Bauarbeiten, behindert durch oft unvorstellbare bürokratische und politische Schwierigkeiten, geht die Gestaltung des zwischen den Jerusalemer Altstadtmauern und der King-David-Strasse gelegenen Geländes, früher als Musrara bekannt, nun ihrer Vollendung entgegen. Im Verlauf des kommenden Jahres sollen die letzten Geschäftslokalitäten in der Alrov-Shopping-Promenade bezogen und das Alrov Mamilla Jerusalem Hotel – kurz Mamilla Hotel – eröffnet werden.
Mit der Vollendung des Mamilla-Projekts bestätigt der Geschäftsmann Alfred Akirov, dass für ihn nur das Beste vom Besten gut genug ist, globale Finanzkrise hin oder her. Nicht nur hat Akirov in die Gestaltung der Shopping-Promenade – viele der Geschäfte befinden sich in historischen, sorgfältig renovierten Häusern aus dem 19. Jahrhundert –, in den Bau der Hotels David Citadel gegenüber der Promenade sowie Mamilla als Kernstück der Promenade 400 Millionen Dollar investiert. Er machte es sich auch zum Anliegen, den Fortgang der Arbeiten regelmässig persönlich zu verfolgen und zu inspizieren. Er sorgte dafür, dass die Gegend an der Nahtstelle zwischen Ost- und Westjerusalem einen internationalen, modernen Anstrich erhielt, trotzdem aber den reichen historischen und kulturellen Aspekten voll Rechnung trägt. «Jeder weiss», so Akirov, «dass Jerusalem von diesem Projekt finanziell gewaltig profitiert, welches sowohl für ausländische Investoren als auch für Touristen eine spezielle Attraktion darstellt.»
Das am Eingang zur Mamilla-Shopping-Promenade entstehende Hotel wird ein City-Hotel der Luxusklasse. Das vom italienischen Designer Piero Lissoni entworfene Haus mit seinen 192 Zimmern und Suiten wird ein Businesscenter haben, einen Spa-Bereich mit Fitnessraum und ein auf Bio-Produkten basierendes Bistro, eine Sonnendachterrasse, eine Synagoge und diverse Restaurants, wie etwa ein Grillrestaurant im amerikanischen Stil und eine japanische Sushi-Bar. Die Gäste werden in ihren Zimmern mit grossen LCD-Fernsehgeräten verwöhnt, mit Kosmetikprodukten vom Toten Meer und mit einer grosszügig gefüllten Minibar.
Wenn schon von modernen und zukunftsgerichteten Akzenten in Akirovs Mamilla-Projekt gesprochen wird, dann darf auch das unlängst im David Citadel Hotel eröffnete Erstklasse-Restaurant Scala nicht unerwähnt bleiben. Wer das im ersten Stock des Hotels gelegene Restaurant betritt, muss sich zunächst an die etwas schummrige Atmosphäre gewöhnen. Die Paravents, die zwischen einigen der Tische aufgestellt sind, sollen den Gästen Privatsphäre schaffen, erinnern im ersten Moment aber eher an charedische Hochzeiten, bei denen mit ähnlichen Mitteln Männer und Frauen voneinander getrennt werden. Alles in allem aber vermittelt das Restaurant einen gediegen-eleganten Eindruck. Für die Inneneinrichtung, in die über eine Million Dollar investiert worden sind, zeichnet ebenfalls der Italiener Piero Lissoni verantwortlich. Das Holz für die Täferung, die Möbel, der Marmor für den Bodenbelag, die Einrichtung für die Bar und anderes mehr wurden aus Italien importiert.
Das Scala (koscher, Jerusalemer Rabbinat) ist von Sonntag bis Donnerstag ab 19 Uhr geöffnet. Die Bar bleibt offen, bis der letzte Gast geht. Reservieren dringend empfohlen. Telefon: +972 2 621 20 30 oder +41 54 334 60 64.