Magbit-Anlass mit Uriel Reichman
Als Dekan der juristischen Fakultät an der Universität Tel Aviv kam Uriel Reichman in den achtziger Jahren zum Schluss, dass höhere israelische Bildungssystem sei verbeamtet und biete keine Anreize für die Lehrtätigkeit. 1994 gründete er deshalb in Herzlia eine private interdisziplinäre Elite-Universität (IDC) mit gut 200 Studierenden. Heute zählt die IDC über 6000 Studierende aus 80 Ländern, und viele der 10 000 Absolventen besetzen Führungspositionen in Israel. Am Magbit-Anlass des Keren Hajessod in Bern schilderte der ehemalige Kadima-Abgeordnete Reichman, der sich aus der Politik zurückzog, als er das ihm bereits zugesagte Erziehungsministerium nicht erhielt, die Erfolgsgeschichte seines Modells: «Freiheit und Verantwortung» laute das Motto seiner «zionistischen Universität», sagte der Referent, dem es gelang, namhafte israelische Forscher aus dem Ausland zurückzuholen, und der Elitesoldaten bevorzugt als Studierende aufnahm. Die Studienkosten bemessen sich dabei nach den finanziellen Möglichkeiten. «Ohne Risiko sind keine Reformen möglich», so Reichmans Fazit. Zum zweiten Mal wurde der Keren-Hajessod-Anlass für Bern, Biel und Solothurn vom
neuen Co-Präsidium des Ortskomitees Bern mit
Dina Thoma-Tennenbaum und Ralph Friedländer erfolgreich als gesellschaftlicher Event inszeniert. Sami Bollag, Präsident des Keren Hajessod Schweiz, sprach denn auch von einem «grossartigen Aufschwung».