Löwe

September 12, 2008
Bei der Vergabe von Preisen gehört es zum guten Ton, dass Kritik laut wird an der Wahl der Jury. So ergeht es auch Darren Aronofsky, der am letzten Samstag in Venedig den Goldenen Löwen für seinen Film «The Wrestler» entgegennehmen konnte.
<strong>Darren Aronofsky </strong>

Der 39-jährige New Yorker schildert in «The Wrestler» die Geschichte eines alternden Showringers, gespielt von Mickey Rourke. Eigentlich, so las man allenthalben in den Feuilletons, sei der Goldene Löwe eine Auszeichnung für die darstellerische Leistung Rourkes, der selbst seit Jahren mit Suchtproblemen, verpfuschten Schönheitsoperationen und missglückten öffentlichen Auftritten von sich reden macht. Seine Darstellung, die das Publikum zu Standing Ovations mitriss, konnte jedoch nicht ausgezeichnet werden, da das Reglement der Filmfestspiele eine solche doppelte Auszeichnung (Film und Darsteller) nicht zulässt. Darren Aronofsky, dessen Montagetechnik zu seinem Markenzeichen geworden ist, arbeitet bereits an seinem nächsten Film. – Kämpfer scheinen Aronofsky nachhaltig zu faszinieren: in «The Fighter» erzählt er die Geschichte des amerikanischen Boxers «Irish» Micky Ward. [TA]