Kunst

April 2, 2009
Er war einer der grossen Kunsthistoriker des 20. Jahrhunderts: Ernst H. Gombrichs «Story of Art» gilt bis heute als Klassiker, auch weil Gombrich die Kunst beherrschte, interessierte Laien zu begeistern.
Ernst H. Gombrichs

In Wien als Sohn eines Rechtsanwalts und einer Konzertpianistin geboren, studierte er Kunstgeschichte in Wien und Berlin und promovierte über die Architektur Guilio Romanos. Doch seine Interessen waren stets breit gefächert und er belegte auch Psychologie- und Philosophievorlesungen. Nach der Promotion schrieb der 26-Jährige «Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser» – ein äusserst erfolgreiches Unterfangen, wurde doch das Buch in mehrere Sprachen übersetzt und immer wieder neu aufgelegt. 1936 ging Gombrich in die Emigration nach London und arbeitetet in der «Bibliothek Warburg» (heute «Warburg Institute»), der er bis zu seiner Pensionierung treu blieb, wenn er auch zweitweise als Professor für Kunstgeschichte in Oxford und als Gastprofessor an weiteren Universitäten lehrte. 1972 erhielt der Einwanderer eine der höchsten Auszeichnungen Grossbritanniens: Die Queen adelte ihn. Ernst H. Gombrich starb 2001. Am 30. März wäre der herausragende Wissenschaftler 100 Jahre alt geworden.    [TA]