Konzert vor Freunden
Zeev Dorman, Leiter der Buchmann-Mehta-Musikschule sowie Dirigent des zugehörigen Sinfonieorchesters erklärt: «Wir trainieren die künftige Generation von Musikern in Israel und geben unseren Begabten die besten Voraussetzungen, damit sie in Israel bleiben können und nicht zum Studium ins Ausland reisen müssen.» Das Sinfonieorchester kommt am 21. Dezember mit Zubin Mehta als Dirigent und dem Solisten Yefim Bronfman für ein Konzert in der Tonhalle nach Zürich.
Ihre enge Zusammenarbeit mit dem Philharmonischen Orchester gibt der Buchmann-Mehta-Musikschule die Möglichkeit, Studierenden praktische Erfahrung zu bieten. Indem sie gemeinsam mit weltbekannten Musikern unter der Leitung Zubin Mehtas spielen, können sich angehende Musiker auf ihre eigene Karriere vorbereiten. Dazu tragen Meisterklassen mit namhaften Instrumentalisten wie Itzhak Perlman und Yo-Yo Ma bei. Studierende haben zudem Gelegenheit, in der wichtigsten Konzerthalle von Tel Aviv aufzutreten, dem Mann-Auditorium, und an anderen Bühnen weltweit. «Die Schule entstand zunächst als Teil der Universität von Tel Aviv, aber im Jahr 2004 konnte es dank einer grosszügigen Spende von Josef Buchmann seine heutige Form als Buchmann-Mehta-Musikschule annehmen», so Dorman, der vor einem Jahr die Nachfolge des Gründungsdirektors und Pianisten Lev Tomer angetreten hat: «Gemeinsam haben wir die Vision von Maestro Zubin Mehta in die Tat umgesetzt. Neben meiner Funktion als Direktor diene ich der Schule seit 40 Jahren als vorrangiger Fagottspieler. Dennoch inspiriert mich der Umgang mit jungen Talenten. Dies verleiht mir die für meine anspruchsvolle Rolle notwendige Energie und Begeisterung.»
Zahlreiche Auftrittsmöglichkeiten
Dorman betont: «Das Symphonieorchester gibt den Studierenden eine Vielzahl von Auftrittsmöglichkeiten in Israel und der ganzen Welt. Das Schulensemble nimmt an öffentlichen Konzerten teil und wir halten jedes Jahr über 200 Aufführungen in unseren eigenen zwei Sälen ab. Darüber können Studierende an den besten Veranstaltungsorten mit weltweit führenden Musikern spielen, wie demnächst in der Zürcher Tonhalle». Auf diese Weise können Auszubildende ihre theoretischen Studien in die Praxis umsetzen. Dies macht die Akademie in den Augen ihres Direktors so einzigartig: «Unser guter Ruf zieht Studierende aus ganz Israel und der ganzen Welt an. Wir bieten in jeder Abteilung ein Begabtenprogramm für 100 Schüler sowie ein Programm für herausragende ausländische Studierende an. Diese Programme gewähren Teilnehmern volle Stipendien, die es ihnen ermöglichen, sich auf ihr Studium und ihr Karriere zu konzentrieren. Diese Programme sind möglich dank der grosszügigen Unterstützung von Mario A. Adler aus Brasilien und Josef Buchmann aus Deutschland», erklärt Dorman voll Stolz auf seine Institution. Zu seiner erzieherischen Philosophie sagt der Direktor: «Wir verstehen uns als professionelle Musikschule mit der Mission, die Elite der israelischen Musiker auszubilden. Wir betonen den praktischen Aspekt der musikalischen Ausbildung und unterstützen unsere Schüler in ihrem Entschluss, eine berufliche Karriere als Musiker aufzunehmen.»
Hilfe von Schweizer Freunden
Dorman hebt die grosszügige Unterstützung von Spendern und Freundeskreisen der Universität Tel Aviv weltweit hervor, ohne die das segensreiche Werk der Schule nicht möglich wäre. Zu den Förderern zählt Anette Bollag-Rothschild, die Präsidentin der Schweizer Freunde der Universität Tel Aviv und der «Lebensgeist des Konzerts in Zürich», so Dorman. Sie hat bereits den ersten Auftritt des Orchesters in Zürich vor sieben Jahren organisiert. «Anette Bollag-Rothschild ist ein grosser Fan der Universität Tel Aviv und vor allem der Buchmann-Mehta-Musikschule, da sie eine echte Musikliebhaberin ist», sagt Bilha Rubinstein, die Koordinatorin des Schulorchesters: «Dieses Konzert ist ihrer Initiative zu verdanken und es ist ihr Verdienst, dass das Konzert in einem der renommiertesten Konzertsäle Zürichs stattfinden kann.» Dorman ergänzt: «Die Schweizer Freunde der Universität sind ein wahrer Schatz für unsere Schule. Sie sind nicht nur für das anstehende Konzert in Zürich verantwortlich, sondern unterstützen viele unserer Aktivitäten das ganze Jahr über. Anette Bollag-Rothschild ist eine grosse Freundin der Schule. Wir haben ihr spezielle Stipendien für Studierende sowie Fortbildungsprogramme für Lehrer zu verdanken. Konzerte wie das inZürich führen uns bei unterschiedlichen Zielgruppen in der ganzen Welt ein und demonstrieren die hohe Qualität unserer Studenten. Derartige Konzerte stärken unsere Stellung als internationale Akademie und machen ausländische Studierende auf uns aufmerksam. Wenn unsere Schüler im Ausland erfolgreich sind, macht uns das nicht nur stolz – dies stärkt auch den Ruf der Schule.» Angesichts exzellenter Kritiken in Berlin, Madrid und Tel Aviv lohnt sich das Warten auf das Zürcher Konzert sicher. So schrieb der Berliner «Tagesspiegel» über einen dortigen Auftritt des Schulorchesters: «Wenn das die Schüler sind, wie werden sie dann spielen, wenn sie Profis geworden sind?»