Klare Worte aus dem US-Kongress
Die amerikanische Finanzhilfe für Ägypten in Höhe von zwei Milliarden Dollar pro Jahr wäre ernsthaft in Gefahr, sollte Kairo den Friedensvertrag mit Israel aufkünden. Das erklärt in einem Interview mit der «Jerusalem Post» die Kongressabgeordnete Kay Granger, eine Republikanerin aus Texas. Als Vorsitzende der Subkommission für Auslandhilfe ist die Frau buchstäblich zuständig für die jährliche Verteilung der amerikanischen Auslandshilfe. «Die US-Hilfe für Ägypten ist das Ergebnis des Friedensvertrags zwischen Israel und Ägypten», sagte Granger zur «Post». Entsprechend wichtig seien die Beziehungen zwischen Jerusalem und Kairo. Nicht weniger ausschlaggebend für die Politik Washingtons sei die Art der Regierung, die Ägypten künftig leiten, und welche Position die Muslimische Bruderschaft in dieser Regierung einnehmen werde. Seit 1979 zahlen die USA den Ägyptern jährlich 1,3 Milliarden Dollar Militär- und 700000 Millionen Wirtschaftshilfe. – In einer Delegation von 25 republikanischen Abgeordneten besucht Kay Granger derzeit Israel und die palästinensischen Gebiete. Gegenüber Präsident Mahmoud Abbas unterstrich Kay Granger, dass die Palästinenser im Falle eines Festhaltens an der Unabhängigkeitserklärung vor der Uno-Vollversammlung im September mit einer Streichung der US-Finanzhilfe von jährlich 500 Millionen Dollar rechnen müssten. [JU]