«Jude ist nicht nur, wer die Mitzwot praktiziert»

von Yves Kugelmann, October 9, 2008
Jeder kennt in Frankreich Rabbiner Josy Eisenberg. Denn mit seiner Sendung «La Source de Vie» (Quelle des Lebens) hat er es geschafft, seit über 37 Jahren das Judentum in all seinen Facetten darzustellen. Einst Gemeinderabbiner und Assistent des französischen Oberrabbiners, leitet der Rabbiner heute seine eigene Produktionsfirma. JR-Chefredaktor Yves Kugelmann unterhielt sich mit Eisenberg in seinem Pariser Produktionsstudio über das Verhältnis der Juden in der Diaspora und Israel, Perspektiven jüdischen Lebens und das jüdische Selbstverständnis am Ende dieses Jahrhunderts.
Rabbiner Josy Eisenberg: Mit über 2500 Sendungen in 37 Jahren hat er das Judentum vermittelt. - Foto PD

Jüdische Rundschau: Ihre Sendung «La Source de Vie» ist ein Meilenstein in der Fernsehgeschichte. Seit über 37 Jahren vermitteln Sie mit modernster Methodik Judentum.

Rabbiner Josy Eisenberg: Der Wunsch, das Judentum so weit wie möglich zu verbreiten, war meine Motivation, die Sendung im Jahre 1962 zu kreieren. Ich war der junge Rabbiner einer Gemeinde, und ich stellte fest, dass die Zuhörerschaft eines Gemeinderabbiners nicht sehr gross ist. Ich hatte in meiner Synagoge zehn Personen, die jeden Morgen kamen, vierzig Personen, die am Schabbat kamen, und siebenhundert am Jom Kippur. Ausser diesen hatte ich kaum Gelegenheit, mit Leuten meiner Gemeinde in Berührung zu kommen. Am Fernsehen gab es katholische und protestantische Sendungen, und ich fand, dass es keinen Grund dafür gab, nicht auch eine jüdische Sendung zu machen. Ausserdem begann das Fernsehen als Kommunikationsmittel eine sehr wichtige Rolle einzunehmen. Also beschloss ich, diese Fernsehsendung auf die Beine zu stellen.

Jüdische Rundschau: An wen wendet sich diese Sendung in erster Linie, an Juden oder Nichtjuden?

Rabbiner Josy Eisenberg: Die Sendung wendet sich an beide. Die ursprüngliche Motivation war einerseits, die jüdische Gemeinde die Schätze des Judentums entdecken zu lassen, den Sinn der Thora. Kurze Zeit nach dem Krieg, viele Juden hatten den Kontakt zum Judentum verloren und verfügten über wenig Kenntnis. Es war immer meine Hauptmotivation, die Unkenntnis der Leute zu bekämpfen, den Zuschauern verständlich zu machen, was ihnen das Judentum alles an Positivem zu bieten hat. Andererseits wollte ich auch die Ignoranz zu diesem Thema bei den Nichtjuden bekämpfen, die voller Vorurteile dem Judentum gegenüberstanden. In Wirklichkeit ist das Grundübel jeder Gesellschaft nicht die Böswilligkeit, sondern die Unkenntnis. Böswilligkeit und Gewalt entstammen der Unkenntnis, dem Unverständnis. Die Juden hatten ihre Ursprünge vergessen oder verlassen, und die Nichtjuden hatten ein Bild von den Juden, das grösstenteils Karikaturen entstammte und voll Verachtung war.

Jüdische Rundschau: Welche Ziele haben Sie mit der Sendung erreicht, wo sind die Grenzen?

Rabbiner Josy Eisenberg: Ich habe einerseits die grosse Befriedigung zu sehen, in welchem Ausmass sie den Juden den Stolz auf ihr Judentum zurückgeben konnte, denn die Sendung wird von allen Seiten, auch von der Leitung der Fernsehstation, hochgeachtet. Die Juden sind ebenfalls sehr stolz darauf, mit der Sendung ein Medium zu haben, das dem Judentum ein modernes Image gibt - dass ich ein Judentum vorstelle, das gleichzeitig völlig traditionell und dem Leben gegenüber offen ist.

Jüdische Rundschau: Am Ende dieses Jahrhunderts steht das Judentum vor wichtigen Fragen. Eine davon ist das Thema «Giur» (Konversion). Theorie und Praxis sind gerade bei dieser Frage fast unvereinbar.

Rabbiner Josy Eisenberg: Das Problem der Konversion ist eines der brennendsten und delikatesten unserer Gesellschaft. In der Antike war die jüdische Gemeinde der Konversion gegenüber ziemlich offen. Die goldene Talmudregel war, die Person, die jüdisch werden wollte, zu entmutigen, indem man ihr zeigte, dass es gefährlich und schwierig war, Jude zu sein. Hatte man aber einmal die Leute über die Gefahren und die Schwierigkeiten dieses Unternehmens orientiert, stellte der Talmudrabbiner nicht sehr viele Fragen zum Ausmass des künftigen Praktizierens der Kandidaten. Im Mittelalter zog sich das Judentum viel mehr auf sich selbst zurück, es gab zwar Fälle von Konversionen zum Judentum, aber nicht viele, weil es für einen Christen wirklich sehr gefährlich war, zu konvertieren. Wir haben einige Entwicklungen durchlebt, die eine Tendenz zum Rückzug nach innen beinhalteten.

Jüdische Rundschau: Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat sich diesbezüglich einiges geändert.

Rabbiner Josy Eisenberg: Stimmt. Seit 1945 hat sich diese Entwicklung zur Verschlossenheit sogar noch verschärft. Das Oberrabbinat hat enorme Barrieren gegen die Konversion aufgebaut. Während meines ganzen Lebens habe ich gegen diese Entwicklung gekämpft, die ich als ärgerlich und bedauernswert betrachte. Es gibt heute viele Leute, die zum Judentum übertreten wollen. Bei 80 bis 85 Prozenten ist Heirat die Motivation. Das kommt davon, dass die Juden in einer offenen Gesellschaft leben, dass sie ständig Kontakte mit Nichtjuden haben. Liebesbeziehungen zwischen Juden und Nichtjuden sind eine häufige Folge, um so mehr als die Vorurteile gegen gemischte Beziehungen seit dem Krieg bei den Nichtjuden teilweise verschwunden sind. Inzwischen ist ein anderes Phänomen eingetreten, das erklärt, warum so viele Leute zum Judentum konvertieren wollen: Die Bewertung des Judentums hat sich verändert. Durch die Leiden der Schoa sind die Juden in den Augen vieler «aufgewertet» worden. Dies sind sehr komplexe psychologische Faktoren. Wie dem auch sei, die Bewertung der jüdischen Identität bewegt vermehrt viele Nichtjuden, jüdisch werden zu wollen. Natürlich ist aber in den meisten Fällen der Hauptgrund eine wirkliche Begegnung mit dem Judentum.

Jüdische Rundschau: Heisst dies, dass viele Rabbanim in der Frage des Giur nicht nach der Halacha entscheiden?

Rabbiner Josy Eisenberg: Nicht genau. Ich sage einfach, dass die Halacha sich verhärtet hat. Wenn wir von der Halacha sprechen, dann kann man sagen, dass darin Prinzipien enthalten sind und die Art, wie man sie anwenden soll. Dies gilt für die ganze Gerichtsbarkeit. Ein Gericht hat zum einen das Gesetz und andererseit dessen Auslegung. Die Halacha ist grundsätzlich etwas Offenes. Die Gesetzgebung, die Regeln, die die Rabbiner heute vorschreiben, sind Regeln der Verschliessung. Man kann in der Halacha immer starre oder liberale Tendenzen finden. Es gab schon im Mittelalter berühmte Rabbiner, die geschrieben haben, dass im Fall einer gemischten Heirat eine Konversion ohne viele Fragen gewährt werden sollte, um zu vermeiden, dass ein Kind nichtjüdisch geboren würde. Die Halacha ist sehr grosszügig. Seit dem Zweiten Weltkrieg interpretiert das Rabbinat aber die Halacha auf sehr strenge Art, und wir sind geradezu in einen Exzess geraten, dass jeder Konvertit ein hyperorthodoxer Jude werden müsse. Seit dem Krieg ist die jüdische Gemeinde in zwei Identitäten gespalten. Eine, die sehr religiös und orthodox ist und streng nach der Thora lebt, eine andere, die sich nach Nationalität und Gemeinde ausrichtet. Man ist nicht nur Jude, weil man die Mitzwot praktiziert, sondern man fühlt sich als Jude, man ist Israel nahe, ohne notwendigerweise voll praktizierend zu sein. Eine grosse Anzahl der Leute, die konvertieren möchten, will sich dem Volke Israel anschliessen, Teil dieses Volkes werden. Die Orthodoxie tut sich sehr schwer damit, diese Kriterien der Konversion, die ich soziologisch nennen möchte, zu verstehen.

Jüdische Rundschau: ... sind diese soziologischen Gründe aber vor dem Gesetz relevant?

Rabbiner Josy Eisenberg: Viele Leute möchten konvertieren, ohne sämtliche Glaubenspraktiken ausüben zu müssen, einfach um Teil der jüdischen Gemeinde zu werden. Das Rabbinat beachtet diese soziologischen Aspekte nicht. Es interessiert nur, ob der Konvertit sämtliche Gesetze der Mitzwot beachten wird. Der Rabbiner geht also meist davon aus, dass wenn eine Person konvertiert, die danach nicht orthodox lebt, er die Schuld für diese Person trage, wenn sie die Thora nicht streng einhält. Ich teile diese Auffassung überhaupt nicht. Sie ist nicht im Sinne dessen, was uns der Talmud lehrt. Dieser sagt, dass wenn eine erwachsene Person jüdisch werden möchte und man ihr die entsprechenden Fragen gestellt und das Vorhandensein der nötigen Kenntnisse und die Bereitschaft, die Thora zu achten, festgestellt hat, man sie aufnehmen müsse.

Jüdische Rundschau: Ein weiteres Thema ist die Aguna (Scheidungserlaubnis). Weltweit kämpfen orthodoxe und liberale Frauen gemeinsam gegen das Unrecht der Verweigerung des Get. Was halten Sie davon?

Rabbiner Josy Eisenberg: Das Problem der Aguna ist auch einer der grossen Skandale unserer Zeit. Die talmudische Auslegung zu diesem Thema ist extrem streng. Eine verheiratete Person braucht im Falle einer Scheidung einen Get. In der Praxis gibt es aber viele Frauen, die eine religiöse Heirat eingegangen sind und keinen Get bekommen. Dadurch finden sie sich in einer schrecklichen Situation wieder. Es gibt eine Anzahl theoretischer halachischer Möglichkeiten, die erlauben würden, dies zu verhindern. Das israelische Rabbinat hat im Übrigen Anstrengungen unternommen, um das Problem zu lösen, hat dies aber nicht geschafft. Es gibt sogar einen Weg, der im Talmud beschrieben ist, aber die Rabbiner weigern sich, diesen zu begehen. Sie bestehen darauf, dass eine Ehe ohne die Unterschrift des Mannes nicht geschieden werden kann. Bei all diesen Problemen haben wir eine extrem konservative Haltung des Rabbinats, das oft nicht einmal im Stande ist, im jüdischen Gesetz Möglichkeiten zur Lösung zu finden, wenngleich solche Möglichkeiten durchaus vorhanden wären.

Jüdische Rundschau: Im Judentum gibt es Unterschiede zwischen Israel und der Diaspora. Teilen Sie die Ansicht, dass sich diese Divergenzen heutzutage vergrössern.

Rabbiner Josy Eisenberg: Es ist offenbar so, dass in der ganzen Welt - auch wenn die Philosophen dies verneinen - Israel in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts für das Empfinden des Judentums eine zentrale Rolle innehat. Die Verbindungen zwischen der Diasporaund Israel waren immer sehr stark. Heute löst sich diese Verbindung aus zwei Gründen immer mehr. Der erste Grund ist, dass die jüdische Politik Israels in einem Teil der Diaspora keine Zustimmung findet. In Frankreich ist die öffentliche Meinung der Juden eher rechts angesiedelt, sie ist also von derjenigen Israels nicht allzu entfernt, eine ganze Anzahl Intellektueller ist aber, speziell im Hinblick auf den Friedensprozess, entgegengesetzter Meinung. Es gibt die frühere völlige Übereinstimmung, die Israel stützte, nicht mehr. Israel ist nicht mehr so bedroht und die Region bedroht auch nicht mehr im früheren Ausmass den Frieden auf der Welt. Es gibt also eine erste Distanzierung aus politischen Gründen. Eine zweite Distanzierung geschieht auf der religiösen Ebene. Ausgelöst durch die Spannungen, die auch innerhalb Israels existieren, wird die Wichtigkeit des säkulären Judentums, der Kulturkampf zwischen den Religiösen und den Nichtreligiösen, der sich in Israel täglich manifestiert, begründet. Dies hat offenbar eine gewisse Desillusionierung in der Diaspora zur Folge. Die Juden in der Diaspora träumten immer von einem Israel, das ein vollkommener jüdischer Staat sei, auch in spiritueller Hinsicht. Mittlerweile ist aber Israel ein Staat wie alle anderen auch. In der Diaspora herrscht immer die Meinung, sogar bei den nicht praktizierenden Juden oder jenen, die sich selbst vom Judentum entfernt haben, dass Israel ein orthodoxes Land sei.

Jüdische Rundschau: Sie meinen, Israel ist das Gewissen jeder jüdischen Seele.

Rabbiner Josy Eisenberg: Der französische Soziologe Richard Marienstrass erklärt, dass eine Menge Leute den israelischen Staat aus einem schlechten Gewissen heraus unterstützen, aber nie die Absicht hatten, selbst dorthin auszuwandern. Nach dem Prinzip: Weil meine Eltern in Auschwitz umgekommen sind und ich selbst nicht praktizierend bin, meine Kinder nicht als Juden aufwachsen, will ich doch, dass es zumindest irgendwo so etwas gibt. Wie wenn Sie der Sohn des Direktionspräsidenten einer grossen Firma sind, Sie selbst zwar die Firma nicht übernehmen wollen aber trotzdem möchten, dass diese weiter existiert, dass sie ihren Namen und ihren Geschäftszweck beibehält. In psychologischer Hinsicht gibt es also eine Art von Investition, für die viele Juden als Gegenwert von Israel die Perfektion erwarten. Es ist aber kein perfekter Staat. Israel liess sich in einem gewissen Sinne amerikanisieren. Israel hörte auf, der Staat der Pioniere und der Idealisten zu sein. Sowohl auf dem politischen wie auf dem religiösen Gebiet wird Isreal als ein Land dargestellt, in dem die Religiösen eine Art Diktatur errichtet haben. Alle diese Klischees erzeugen in der Öffentlichkeit eine Desillusionierung.

Jüdische Rundschau: Wie sehen Sie die Position von Israel und der Diaspora gerade vor dem Aspekt der Assimilierung in Europa in fünfzig Jahren?

Rabbiner Josy Eisenberg: Israel ist der Ort, an dem sich das Judentum gleichzeitig entwickelt und selbst zerstört. Es ist also sehr schwierig, vorauszusagen, wie weit die Zerstörung des Judentums in einem normalisierten Staat gehen kann, in dem zum Beispiel ein Teil der Jugend in Tel Aviv keine Beziehung zur Tradition mehr haben will, oder ob daraus ein Kosmos entstehen wird, in dem es Tausende von Talmudschulen geben wird. Zurzeit herrscht ein Konflikt zwischen diesen beiden Richtungen, ein Teil der Israeli will vom Judentum nichts mehr wissen, der andere Teil fällt in eine Art orthodoxen Extremzustand. Niemand kann wissen, welche der beiden Strömungen obenauf sein wird. Es werden sicher in Zukunft beide existieren. Trotz dieser Ambivalenz ist es klar, dass die Zukunft des Judentums in Israel liegt und dass die Diaspora wahrscheinlich überleben, aber die Kraft in der Beziehung mehr und mehr von Israel ausgehen wird. In den fünfzig nächsten Jahren werden immer mehr Juden in Israel leben, während ihre Zahl in der Diaspora abnehmen wird. Ob sich das Judentum in Israel vermehrt der Normalisierung zuwendet oder ob Israel eher ein rein jüdischer Staat sein wird, ist eine landesinterne Angelegenheit, in die sich einzumischen schwierig ist. Ich denke aber, um dies nochmals klar auszudrücken, dass sich das Judentum in Israel am ungehindertsten bewahren wird, trotz aller Konflikte.

Jüdische Rundschau: Wer sind für Sie heute die grossen jüdischen Denker am Ende dieses Jahrhunderts? Wer wird wichtig sein, wen kennt man vielleicht noch nicht einmal in der breiten Öffentlichkeit?

Rabbiner Josy Eisenberg: Zurzeit gibt es keine grossen jüdischen Denker. Ich würde höchstens noch Adin Steinsalz nennen.

Jüdische Rundschau: Worauf führen Sie dies zurück?

Rabbiner Josy Eisenberg: Das kommt daher, weil die Radikalisierung des religiösen Judentums diejenigen, die eigentlich Denker sein könnten, veranlasst, sich generell eher für rituelle oder soziologische Probleme zu interessieren. Sie haben keine historische Vision. Das Problem, mit dem sie sich beschäftigen, ist viel mehr die Entwicklung der jüdischen Praxis, alle Talmudschulen konzentrieren sich auf Letzteres. Es gibt keine Untersuchungen zum Thema Visionen der Geschichte. Die letzten grossen Denker wie zum Beispiel Raw Kook finden heute in Israel kein Forum mehr. Die Rabbiner machen Politik oder widmen sich dem Praktizieren.

Jüdische Rundschau: Das bedeutet, dass Ihre Sendung umso wichtiger ist, und dass Sie damit einen Weg zum Publikum hin gewählt haben. Die jüdische Erziehung ist für Sie also sehr wichtig?

Rabbiner Josy Eisenberg: Natürlich. Ich betrachte meine Sendung als eine pädagogische. Sie soll Türen öffnen, die Wichtigkeit des Wissens aufzeigen. Ich habe einen Freund, der nicht praktizierender Jude ist. Sein Vater sagte zu ihm: «Es ist mir egal, dass du die Mitzwot nicht beachtest, aber ich dulde nicht, dass du unwissend bist.» Und er hat ihn in eine Talmudschule geschickt. Das jüdische Volk muss seine Quellen kennen.

Jüdische Rundschau: Die Halacha ist die höchste Instanz zur Beurteilung von Fällen. Denken Sie heute, dass es notwendig ist, die Halacha zu ändern, modernen gesellschaftlichen oder technischen Entwicklungen anzupassen.

Rabbiner Josy Eisenberg: Die Halacha bedarf heute grosser Veränderungen. Ein Teil der Anpassungen wurde von Reformierern vorgenommen, aber leider in einer unglücklichen Art und Weise. Zu radikal, in einem Sinn, dass jetzt das Wort Reform in der jüdischen Welt negativ befrachtet ist.