«Israel kann mit der iranischen Atombombe leben»
Neben den vielen Stimmen in Israel, die vor den für den jüdischen Staat existenzbedrohenden Folgen einer iranischen Atombombe warnen, gibt es auch andere Stimmen. In einem Interview mit der israelischen Wirtschaftszeitung «Globes»meint etwa Professor Itzhak Ben Israel, Leiter der Raumfahrtagentur seines Landes, Israel könne mit einer iranischen Atombombe durchaus leben. «Eine nukleare Bombe zerstört weder einen Staat und noch nicht einmal ein Stadtviertel von Tel Aviv», erklärt Ben Israel in dem Interview. Eine Atombombe von der Art, wie die Iraner sie bauen wollen, habe einen Radius von 500 Metern Tod und Zerstörung und etwa 1000 Metern leichterer Schäden. Der Professor warf der Öffentlichkeit vor, mit den effektiven Implikationen einer Atombombe nicht vertraut zu sein. «Es ist nicht sexy, darüber zu sprechen. Viel mehr sexy ist es dagegen, zu fragen, wann und aus welcher Richtung wir Iran angreifen werden.» - Nach der Veröffentlichung des Iran-Berichts der Internationalen Atomenergieagentur IAEA erklärte das Büro von Premierminister Netanyahu, der Bericht bestätige die Position der internationalen Völkergemeinschaft und Israels, wonach Iran Atomwaffen entwickle. «Die Bedeutung des Berichts», heisst es in der Stellungsnahme, «liegt in der Erkenntnis, dass die internationale Völkergemeinschaft die Beendigung der iranischen Atomrüstung erreichen muss, welche den Frieden auf der Welt und im nahen Osten gefährden würde.» [JU]