Irans Ansehen sinkt kontinuierlich
Laut einer Umfrage des Arab American Institute ist die Beliebtheit Irans in der arabischen Welt in den letzten zehn Jahren stark gesunken. Die in Marokko, Ägypten, Saudi-Arabien, Libanon, Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten durchgeführte Erhebung lässt darauf schliessen, dass Iran zu einem «regionalen Unruheherd» geworden ist. Auf die Frage, ob Iran eine positive, negative oder neutrale in der Region spiele, bezeichnete die Mehrheit der Interviewten in allen untersuchten Ländern, Libanon ausgenommen, den Einfluss Teherans als negativ. Dr. James Zogby, Leiter des Instituts, bezeichnete das Resultat als «ziemlich schockierend». Noch vor zwei, drei Jahren hätten die Leute gesagt, zwar seien die arabischen Führer gegen Iran, doch die Bevölkerung hätte sich hinter die Islamische Republik gestellt. Bei der Umfrage von 2006 hatte sich die positive Einschätzung Irans zwischen 68 und 82 Prozent bewegt, während sie heute in Saudi-Arabien 6, in Marokko 14, in den Emiraten 22, in Jordan 23, in Ägypten 37 und in Libanon 63 Prozent beträgt. Die Mehrheit in den untersuchten Staaten würde zudem einen atomfreien Nahen Osten vorziehen. Auch hier ist Libanon die Ausnahme, sprachen sich dort doch nur 23 Prozent für einen Nahen Osten ohne Nuklearwaffen aus. [JU]