Iran spricht von amerikanischer «Nazi-Propaganda»

October 18, 2011
Teherans Aussenminister dementiert jede Verwicklung in das angebliche Komplott.

Teheran fährt fort, jede Verwicklung in ein Komplott zu dementieren, in dem bezahlte mexikanische Verbrecher hätten angeheuert werden sollen, um den saudischen Botschafter in den USA zu ermorden. Der iranische Aussenminister Ali Akbar Salehi spricht in diesem Zusammenhang von Propagandamethoden, wie sie in der Nazizeit benutzt worden seien. «Damals sagte man», meinte Salehi, «man müsse eine Lüge nur laut und genügend oft wiederholen, und dann würde man zum Schluss selber glauben, sie sei wahr.» Auf der Website des staatlich-iranischen Fernsehens wird der Minister ferner dahingehend zitiert, dass die USA Beweise gegen die zwei Iraner vorlegen sollten, die im Zusammenhang mit dem Komplott verhaftet worden sind. Saudi-Arabien schliesslich wird von Salehi gewarnt, die Angelegenheit ja nicht vor den Uno-Sicherheitsrat zu bringen. Am Montag hatte Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon Korrespondenzen der USA, Irans und Saudi-Arabiens in der Sache an den Sicherheitsrat weitergeleitet. [JU]