Infotafel unter schlechtem Stern
Die Informationstafel zur jüdischen Geschichte am Bundeshaus in Bern steht wirklich unter keinem guten Stern: Wurde sie im Herbst 2009 zunächst fast unsichtbar auf Kellerhöhe an der Fassade montiert, so dauerte es beinahe ein Jahr, bis sie auf Augenhöhe umplatziert wurde (vgl. tachles 37/10). Und nun ist sie bereits wieder hinter Bauabschrankungen versteckt: Für das neue Kommunikationsnetz Comnet der Bundesverwaltung sind mehrmonatige Tiefbauarbeiten im Gang. Ab Herbst 2012 stehen sogar dreijährige Bauarbeiten bevor. Für diese Zeit wurde an einer Besprechung, an der auch die Jüdische Gemeinde Bern vertreten war, allerdings eine Zwischenlösung gefunden: Während das Original der Tafel sicher ein-
gelagert wird, wird deren Inhalt auf der Bauwand entlang der Kochergasse wiedergegeben. [pA]