Hat Israel Menschenrechte verletzt?
Der Uno-Menschenrechtsrat setzt offenbar seine traditionell antiisraelische Politik auch im Zusammenhang mit dem Shalit-Gefangenenaustausch fort. Das Büro von Navi Pillay, der Uno-Hochkommisarin für Menschenrechte, begrüsste die Austauschaktion zwar, weist aber auf Berichte hin, denen zufolge einige der palästinensischen Gefangenen aus der Westbank in den Gazastreifen oder ins Ausland entlassen worden seien. Gemäss internationalem Gesetz sei es, so betonte Pillay, illegal, Kriegefangene gegen deren Willen zu transferieren oder in ein anderes Land zu deportieren. Von solchen erzwungenen Transfers könnten «hunderte von Palästinenser» betroffen gewesen sein. Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes bestätigte inzwischen, mit allen 477, in de ersten Phase des Deals von Israel freigelassenen Palästinensern vor deren Weiterreise vertrauliche Gespräche geführt zu haben. Gleichzeitig fügte aber IKRK-Sprecher Marcal Izard in Genf hinzu, der Transport von Menschen an Orte, die nicht ihre gewohnten Wohnorte sind, stehe im «Widerspruch zum internationalen Menschenrecht». [TA]