Happy End
Am 12. Juli beginnt die diesjährige Maccabiade, eine der grössten jüdischen Sportveranstaltungen weltweit. Für den Sportanlass werden insgesamt 6000 Athleten aus 65 Nationen nach Israel reisen. Nach einer kleineren Delegation an den Spielen vor zwei Jahren in Rom tritt die Schweiz dieses Jahr mit 42 Athletinnen und Athleten an. ¬«Alle Sportler sind so gut trainiert wie noch nie zuvor», meint Jürg Anner, Präsident von Maccabi Schweiz. Deshalb ist er zuversichtlich, dass man den einen oder anderen Erfolg wird verbuchen können. Vor allem im Golf, Tennis, Bowling und Karate ist viel versprechender Nachwuchs dabei. Im Karate tritt ein mehrfacher Schweizermeister der Juniorenklasse und Europameister 2007 an, die Tennis- und Bowling-Teams konnten bereits in der Vergangenheit punkten und im Fussball tritt die Schweiz dieses Jahr zum ersten Mal mit einem Grossfeld-Team an und spielt in einer Gruppe mit Israel, Russland, Kanada und Deutschland.
Anonyme Helfer
Die grosse Delegation mit einem 250 000 Franken schweren Budget hatte anfänglich jedoch etwas mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Mit Spenden der Stadt Basel, dem Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund, der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich und der Israelitischen Gemeinde Basel und einer jüdischen Stiftung in Basel konnte ein Teil der Kosten gedeckt werden. Die wirklich grossen Beträge kämen jedoch von privaten, grösstenteils anonymen Spendern, die teilweise nur er selbst kenne, betont Anner. Diese Spenden seien auch jene, die die Reise der kompletten Delegation an die Maccabiade überhaupt ermöglichten. Detaillierter will sich aber niemand von Maccabi Schweiz zu diesem Thema äussern. Fest steht jedoch, dass der Sportverband auf weitere Spenden angewiesen ist, um auch nach der Maccabiade noch eine gefüllte Kasse präsentieren zu können.
Medaillen verteidigen
Auf sportlicher Ebene scheint bisher alles zu stimmen. «Die Schweizer Teilnehmer sind ausgezeichnete Sportler», findet Anner. Ronny Bachenheimer von Maccabi Schweiz stimmt dem zu: «Vor allem vom Bowling und Tennis erhoffe ich mir viel. Die Spieler werden ihre Medaillen mit aller Kraft verteidigen und dabei nicht leicht zu schlagen sein», fügt er hinzu und bezieht sich damit auf die Bronze-Medaillen in Tennis und Bowling bei den Wettkämpfen im Jahr 2007 in Rom. Auch die Zusammenarbeit mit den Westschweizern funktioniert erstaunlich gut, was ein gemischtes Basketballteam beweist.