Hand in Hand ins Handyland

von Rachel Manetsch, October 9, 2008
Letzte Woche traf in der Schweiz eine Delegation von 18 israelischen High-Tech-Firmen ein. Ziel der Mission war es, auf dem Schweizer Markt führende Telekommunikationsanbieter zu treffen und eine mögliche Kooperation der beiden Länder in Sachen High-Tech und Telekommunikation in Betracht zu ziehen.
Mit High-Tech in die Zukunft. - Foto KY

In den letzten Jahren habe die wirtschaftliche Lage Israels einen deutlichen Aufschwung erlebt, erklärte Menachem Leib, Geschäftsführer vom Israel Export Institute, und fügte hinzu: «Der Grund für diese Entwicklung ist das enorm schnelle Wachstum der israelischen Elektronikindustrie.» Israelische High-Tech-Firmen gelten als Pioniere ihres Fachs und nehmen eine führende Position in der Entwicklung neuer Technologien ein. Israel ist zudem eine Zone geworden, wo bisher über 2000 start-up-Firmen wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Da diese jungen Firmen im Nahen Osten praktisch keine Export- und Ausbaumöglichkeiten haben, führt sie ihr Weg meist in die USA oder nach Europa. Deshalb auch das Treffen der schweizerischen und israelischen IT-Szene. Was bringt eine solche Kooperation der Schweiz? Jörg Halter von IKI Consultants bezeichnet die Israeli als schlau und kreativ: «Sobald eine neue Idee im Raum steht, wird sie so schnell als möglich umgesetzt. In der Schweiz ist das anders. Man prüft zuerst ausgiebig die Rahmenbedingungen. Bis alle Details geklärt sind, ist der Zug oftmals abgefahren und es lohnt sich nicht mehr, das Produkt weiterzuentwickeln.» Hier kommt man sich also näher. Die Israeli haben das Know-how, die Schweizer das nötige Kleingeld und die Rahmenbedingungen. An der Konferenz von letzter Woche wurden über 120 «Company to Company»-Treffen organisiert. Damit ist ein fruchtbarer Boden geboten, welcher für Firmen beider Länder bestimmt grosse Vorteile wie auch Fortschritte bieten könnte. Übrigens liess sich der Schweizer Marktführer der Telekommunikation kurzfristig und ohne Begründung an diesem Treffen entschuldigen. Die Zukunft wird zeigen, ob der aktuelle Marktleader der Schweiz seine Stellung gegen die aufsteigende Konkurrenz halten können wird.