Geithners Gegnerin

March 12, 2009
US-Finanzminister Tim Geithner wirkt gehetzt.
Tim Geithner

Das geht nicht allein auf die zunehmende Kritik an seinen Bemühungen zurück, die amerikanische Finanzwirtschaft zu retten, ohne die faulen Derivate und Kredite in den Büchern der Banken und Versicherer zu verstaatlichen. Geithner hat ganz einfach zu wenig Personal, um all seinen Aufgaben gerecht zu werden: Leitende Positionen seines Ministeriums sind fast zwei Monate nach Barack Obamas Amtsübernahme immer noch unbesetzt. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass dies sehr viel mit einer bislang weitgehend unbekannten Dame namens Mary Baker zu tun hat: Diese hatte bis 2005 bei der Steuerbehörde IRS Probleme bei der Besteuerung von Automobilen bearbeitet, ehe sie zum Finanzausschuss des Senats abgestellt wurde. Dort stöbert sie nun mit Billigung des demokratischen Vorsitzenden Max Baucus in den Steuererklärungen von Amtsanwärtern; ihre Bemühungen haben bereits Vergehen von Obamas Freund Tom Daschle, Geithner selbst und etlichen Kandidaten für die Stellvertretung des Finanzministers zutage gebracht.    [AM]