Fotograf

May 18, 2010
Viele seiner Fotos sind berühmt geworden. Abraham Pisarek, der Fotograf, wurde es nicht.
Abraham Pisarek

Erst spät wandte sich Pisarek, der 1901 in der Nähe von Lodz geboren wurde, dem Handwerk der Fotografie zu. Erst nach einem vierjährigen Aufenthalt in Palästina kam er 1929 nach Berlin, wo er als Pressefotograf zu arbeiten begann. Neben der Tagespolitik interessierte sich Pisarek auch für die Theaterszene Berlins und machte einige der bekanntesten Porträts von Grössen wie Helene Weigel. Nach der Machtergreifung 1933 blieb der Fotograf in Berlin. Seine «arische» Ehefrau konnte ihn vor der Deportation schützen, doch der Alltag wurde zunehmend schwierig, und ab 1941 war es Juden verboten, Fotoapparate zu besitzen. Von 1933 bis 1941 mit einem Berufsverbot belegt, durfte er nur noch für jüdische Auftraggeber arbeiten. 60 seiner Bilder sind nun in Paris unter dem Titel «Les Juifs à Berlin 1933–1941. Photographies d’Abraham Pisarek» zu sehen. [TA]

Bis 5. September, Mémorial de la Shoah, 17 rue Geoffroy-l‘Asnier, Paris.
www.memorialdelashoah.org