Farbe

October 1, 2009
Es ist ein Leben voller Unruhe und Brüche, das Ilse Heller-Lazard geführt hat.
Ilse Heller-Lazard

1884 im damals zum Deutschen Reich gehörenden Metz in eine jüdische Bankiersfamilie geboren, erhielt Ilse schon früh privaten Mal- und Zeichenunterricht. Nach der von der Familie nicht goutierten Heirat ihrer älteren Schwester und dem Selbstmord der Mutter heiratete Ilse 1910 zum ersten Mal. Drei Jahre später wurde die Ehe mit Paul Gayer geschieden. Der Maler Johann Walter-Kurau wurde von 1911 bis 1914 ihr Lehrer in Dresden. Heller-Lazard zog 1914 nach Berlin und schloss ihre Ausbildung an der Kunstschule Lewin-Funcke ab. Dort traf sie Ernst Heller, einen Schweizer Bildhauer, dem sie in seine Heimat folgte und den sie 1918 heiratete. Das reiche expressionistische Werk der 1934 in Paris verstorbenen Künstlerin ist bis heute beinahe unbekannt. Matthias Heller porträtiert ihr Leben und Werk nun mit seinem Buch «Ilse Heller-Lazard (1884–1934) – Im Halbschatten der Zeit» (Verlag elfundzehn); ausserdem ist im Verborgenen Museum in Berlin noch bis zum 31. Januar 2010 die Ausstellung «Der Auftrag der Farbe – Die Expressionistin Ilse Heller-Lazard» zu sehen.