Europäische Aktion

May 13, 2011

Der Schweizer Holocaust-Leugner Bernhard Schaub beglückt zurzeit die rechtsextremen Szenen in Deutschland und der Schweiz mit Vorträgen, bei denen er die Ziele der von ihm mitbegründeten Europäischen Aktion vorstellt. Am 30. April referierte er beim Akademie-Kreis im nordrhein-westfälischen Ahrtal, in naher Zukunft hat er einen Auftritt beim Volksbund Wasserschloss, einer bis anhin unbeachteten Schweizer Kameradschaft. Die Europäische Aktion wurde im Herbst 2010 an einem unbekannten Ort in der Schweiz gegründet, offensichtlich als Nachfolgeorganisation des 2008 vom Deutschen Bundesinnenminister verbotenen Vereins zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten, deren Vorsitzender Schaub bis kurz vor dem Verbot war. Die Europäische Aktion fordert unter anderem die «Repatriierung aussereuropäischer Einwanderer» und die «staatliche Selbstbestimmung für die Deutschen der BRD und der BRÖ» und behauptet, dass die Israel-Lobby die USA kontrolliere. Über die «Medien, Politik und Bildung» werde «die öffentliche Meinung in der ganzen westlichen Welt» manipuliert. Vorbild der Europäischen Aktion ist die «Befreiung Spaniens von der maurischen Fremdherrschaft vor 1000 Jahren. Der damalige Wahlspruch gilt heute für ganz Europa: Reconquista – Rückeroberung!» Ferner will die Europäische Aktion die Aufhebung der Antirassismus-Strafnorm in der Schweiz erreichen. Die Europäische Aktion hat zwei «Anlaufstellen in Europa». Das «Zentralsekretariat der Europäischen Aktion» ist erreichbar über eine Postfachadresse in Regensdorf. Die zweite Kontaktstelle ist der Ghibellinum-Verlag, über den Schaub seine Schriften vertreibt. Erreichbar ist der Verlag über eine Postfachadresse in Eschenz TG.    [HS]