Ein multireligiöses Jugendprojekt

von Hella Elbaum, December 23, 2008
Die Jugendorganisation religions.basel meldet sich zurück: In den vergangenen zwei Monaten fanden die ersten beiden Anlässe seit mehr als drei Jahren statt. Geplant ist im Januar eine weitere Diskussionsrunde zur Förderung der interreligiösen Kommunikation.

Das Jugendprojekt religions.basel meldet sich mit einem neuen Angebot an spannenden Anlässen zurück. Drei Jahre nach dem mehrtägigen, multireligiösen Festival auf dem Münsterplatz in Basel haben sich die Studierenden mit unterschiedlichem religiösen Hintergrund einige Ideen einfallen lassen. Ihr altbewährtes und neu lanciertes Projekt heisst Café Theo und beinhaltet eine Reihe von Podien zum brisanten Thema Religion und Politik.
Geplant sind drei Diskussionsrunden, alle in Anwesenheit von namhaften Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und den Religionsgemeinschaften. So stehen  auf der Gästeliste bekannte Namen wie der des Regierungsrats Christoph Eymann, der Nationalrätin Maya Graf oder des SVP-Grossrats Alexander Gröflin. Beginn der Reihe war ein Podium zum Thema «Religionsunterricht an staatlichen Schulen» im Rahmen der schweizerischen Woche der Religionen. Die zweite Diskussionsrunde fand im Dezember statt und behandelte die Kontroverse «Religiöse Symbole in der Öffentlichkeit». Das dritte und letzte Podium soll am 13. Januar zum Thema «Sterbehilfe und Abtreibung. Legitimität religiöser Argumente bei politischen Debatten» stattfinden. Ziel der Reihe ist es, weitere junge Menschen auf das Projekt aufmerksam zu machen. Das Organisationsteam hofft auf eine aktive Mitarbeit und somit intensive Beschäftigung der interessierten Jugendlichen mit dem Thema.
Anfängliche Ideen
Ursprüngliche Idee des im Jahr 2003 lancierten Projekts ist die unverfälschte Darstellung der in der Region Basel präsenten Religionen und der respektvolle Austausch innerhalb der jungen Generation zu diesem Thema. Durch die Säkularisation der Elterngeneration hätten viele Jugendliche heutzutage kaum mehr Bezug zu ihrer eigenen oder gar zu anderen Religionen, obwohl das Interesse daran durchaus vorhanden wäre, so die Einschätzung von religions.basel. Das führe zu Vorurteilen und Missverständnissen, hauptsächlich gegenüber anderen Konfessionen. Der Religionsunterricht an den meisten öffentlichen Schulen könne wegen mangelnder Priorität des Fachs kaum etwas an diesem Zustand ändern. Dabei sei religiöses Wissen essenziell für die gerade heutzutage so wichtige interreligiöse Kommunikation. Um auf die Bedürfnisse und Fragen der Jugendlichen zu ihrer eigenen und zu anderen Religionen einzugehen, fanden von Oktober 2004 an regelmässig kleinere Veranstaltungen statt, welche die Kontinuität der Arbeit gewährleisten sollten. Die Grossveranstaltung im Mai 2005 in Basel war Höhepunkt und zugleich Abschluss dieser Veranstaltungsreihe – bis jetzt.
Zukunftspläne
Tamara Lewin, für die Öffentlichkeitsarbeit von religions.basel verantwortlich, hofft nach der Podiumsreihe im Winter 2008/09 von einem grösseren Publikum wahrgenommen und unterstützt zu werden. Zu diesem Zweck sind zusätzlich noch einige Informationsveranstaltungen im Frühjahr geplant. Ansonsten müssen sich wissbegierige und diskussionsfreudige Jugendliche noch ein Weilchen bis zur nächsten Veranstaltungsreihe gedulden.
    


Weitere Informationen unter
www.religionsbasel.ch.