Ein europäisches jüdisches Netzwerk
Das Young Jewish Adult Forum (YJAF) bietet jungen Erwachsenen zwischen 25 und 35 Jahren einmalige Gelegenheit, grenzüberschreitende Kontakte zu knüpfen und die Umgebungen, in welchen sich Altersgenossen in anderen Ländern bewegen, kennenzulernen. Konferenzen und Workshops
behandeln im Rahmen dieses Forums kul-turelle, humanitäre und aktuelle gesellschaftliche Belange und bieten neben dem Sozialisationsfaktor so auch einen informativen Reiz. Nachdem das erste Forum in Frankfurt, das zweite in Rom und das dritte in Brüssel stattgefunden haben, ist dieses Jahr Zürich der Ort des Geschehens. Zusammen mit der Augustin-Keller-Loge stellt B’nai B’rith Europe ein attraktives Programm zusammen. «Das YJAF will junge jüdische Menschen zusammenbringen, damit diese ihr europäisch-jüdisches Netzwerk aufbauen, ein interessantes und inhaltsreiches Wochenende verbringen können und B’nai B’rith kennenlernen. Mit Letzterem will man ihnen die Werte von B’nai B’rith näherbringen», erzählt Edi Rosenstein, Präsident der Augustin-Keller-Loge. Die Teilnehmenden kommen aus West- und Osteuropa, USA und Israel. Dass es bei einem Treffen von 160 jungen Menschen auch mal auf der zwischenmenschlichen Ebene «funke» und so langfristige Beziehungen entstünden, sei sicherlich ein positiver Nebeneffekt des Forums, so Rosenstein.
Unter dem Leitthema «Tradition vs. Modern Lifestyle» darf man sich vom 19. bis zum 21. November auf spannende und ertragreiche drei Tage freuen. Der Zürcher Rabbiner Arik Speaker sorgt am Forum für die religiöse Betreuung. Unter den renommierten Gästen befinden sich unter anderem der Präsident von B’nai B’rith Europe, Graham Weinberg, oder Jean Etherton, Präsidentin von B’nai B’rith Grossbritannien. «Die Wichtigkeit des Anlasses wird sicherlich auch dadurch unterstrichen, dass der International President of B’nai B’rith, Dennis W. Glick, anwesend sein wird», ergänzt Rosenstein. Ehrengast am diesjährigen Forum wird Hillel C. Neuer, Geschäftsführer von UN Watch (eine Menschenrechtsorganisation mit Hauptsitz in Genf) sein. Neuer setzt sich für die Opfer des Konflikts in Darfur, die Rechte der Frau, politische Gefangene in Simbabwe und Kuba und als Fürsprecher Israels ein. Er referiert am ersten Abend des Forums um 22.00 Uhr. Am Samstag darf man sich nach einem Schabbatgottesdienst auf eine Rede von Dennis W. Glick freuen und am Nachmittag folgen verschiedene Workshops. Alan Schneider, Geschäftsführer vom B’nai B’rith World Center in Jerusalem, wird einen solchen unter dem Titel «Benevolence. How to Heal the World and Make It a Better Place» leiten. Es folgen Workshops mit Rabbiner Arik Speaker zum Thema «Brotherly Love. Where Are We Heading, My Friends? Does Love Conquer It All?» und Jean Etherton über «Harmony. Jewish Woman in the Order of B’nai B’rith». Nach einer Hawdala-Zeremonie mit Noëmie Rubinsztejn und anschliessendem Dinner kann mit DJ David Karasek vom Zürcher Radio 1 bis zwei Uhr Nachts das Tanzbein geschwungen werden. Die Disco wird auch für das hiesige Publikum offen sein. Der Sonntag bringt eine Führung durch die Stadt Zürich und das Wochenendforum klingt mit einer Abschiedsrede der Co-Chairs der Veranstaltung, Edwige Ouaknine, Aviva Gottheil und Jaron Bernstein, aus. Das Forum wird in Englisch gehalten, Anmeldeformulare und weitere Informationen findet man auf der Website www.bnaibritheurope.org.