Durban
Die Erinnerungstagung anlässlich des zehnten Jubiläums der Durban-Erklärung gegen Rassismus und Diskriminierung hat vergangene Woche am Uno-Hauptsitz in New York stattgefunden. Der sogenannte Durban-Prozess wird von mehreren westlichen Staaten aufgrund antisemitischer Vorfälle und starker Kritik an Israel boykottiert (vgl. tachles 36/11). Die Schweiz nahm teil, angeführt vom Schweizer Uno-Botschafter Paul Seger. Die Schlusserklärung des Treffens rufe die Staaten dazu auf, die Bekämpfungen von Rassismus weltweit zu verstärken, sagte Seger zu tachles. «Die Wortmeldungen konzentrierten sich weitgehend auf diese Problematik, weswegen die Veranstaltung als gelungen bezeichnet werden kann.» Das schriftliche Resümee
der Gespräche zeigt ein leicht differenzierteres Bild: So soll die Situation in den besetzten Gebieten Palästinas mehrmals betont worden sein.
Es soll aber auch darauf verwiesen worden sein, zur Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung nicht eine spezifische Region besonders hervorzuheben. «Insgesamt hat sich die Tonlage und die Stimmung versachlicht», so Seger. [as]