Die Quittung für Weiner

September 15, 2011
Anthony Weiners Misstritte vertreiben den Demokraten die Wähler.
David Weprin wurde nicht gewählt

Ende Juni musste der Demokrat Anthony Weiner für seine Sex-Mails an junge Frauen mit dem Rücktritt aus dem Kongress zahlen. Nun kam die Rechnung für den Skandal an seine Partei: Am Dienstag haben die Wähler in Weiners Bezirk mit dem Geschäftsmann Bob Turner erstmals seit 1920 einen Republikaner gewählt. Der Bezirk in Queens und Brooklyn weisst den höchsten Anteil jüdischer Wähler landesweit auf. Die Demokraten waren daher optimistisch, dass ihr Kandidat David Weprin den Sieg davon tragen würde. Weprin ist jüdisch-orthodox und als langjähriger Unterstützer Israels bekannt. Seine Partei hat zudem Millionen Dollar in Weprins Kampagne investiert und ihre Prominenz für ihn mobilisiert. Doch dank Weiners Misstritten konnten ihm die Wähler nun eine Quittung über ihre wirtschaftlichen Sorgen und ihre Zukunftsängste erteilen. Schon ehe das Endergebnis bekannt war, haben selbst prominente Demokraten im Kongress erklärt, der Stimmgang sei auch ein Votum über Präsident Barack Obama. [AM]