Das Hohelied

March 12, 2009
Eigentlich ist Alexander Knaifel Cellist. Doch der 1943 in Taschkent geborene und in Leningrad aufgewachsene Musiker musste mit dem Cellospiel wegen einer Nervenentzündung aufhören.
Alexander Knaifel

So kam der Schüler Mstislaw Rostropowitschs zum Komponieren und schloss sich der Avantgarde an, der Komponisten wie Alfred Schnittke, Edison Denisow und Sofia Gubaidulina angehörten. In den siebziger Jahren begann sich Knaifels Stil zu ändern. Der reine Klang, eine Musik der Ruhe, Stille und Schönheit prägten sein Schaffen. 1979 wurde Knaifel gemeinsam mit sechs anderen Komponistinnen und Komponisten am sechsten Kongress der sowjetischen Komponisten vom damaligen Vorsitzenden Tikhon Khrennikov unter offiziellen Boykott gestellt. Alexander Knaifel hat neben seinen klassischen Kompositionen auch rund 40 Filmmusiken geschrieben. Religiöse und esoterische Themen sind prominent in Knaifels Schaffen vertreten. Am 30. März ist im Rahmen des Lucerne-Festivals «Kapitel Acht» zu hören, bei der sich Knaifel durch das «Hohelied Salomons» hat inspirieren lassen.    [TA]


www.lucernefestival.ch.